Wahl in Italien: Matteo Renzi ohne Rückhalt

Abstimmung in Italien : Renzi ohne Rückhalt

Die Verfassungsreform von Ministerpräsident Matteo Renzi ist in einer Volksabstimmung gescheitert. Jetzt droht dem Land eine erneute Regierungskrise. In der Euro-Zone werden Turbulenzen befürchtet.

Matteo Renzi hat hoch gepokert und verloren. Mit ihrem Nein zur Verfassungsreform haben die Italiener den Ministerpräsidenten klar abgestraft. Renzi selbst hatte schließlich den Ausgang der Abstimmung mit seinem persönlichen Schicksal verknüpft. Deshalb ging es bei der Volksabstimmung in Wirklichkeit vor allem um die Frage, ob Renzi für seinen Kurs weiter die Unterstützung einer Mehrheit der Italiener hat. Er hat sie nicht.

Eine schlechte Nachricht, nicht nur für Italien, sondern auch für die EU. Denn nun droht ein Stopp der Reformpolitik in Italien und womöglich eine Phase politischer Instabilität. Beides ist Gift für das Land mit seiner schwindelerregenden Staatsverschuldung und seinem maroden Bankensystem — und gefährlich für die gesamte Eurozone. Für die Italiener zählte freilich etwas anderes: Ihre Lage hat sich auch in den zwei Jahren Renzi-Regierung kaum zum Besseren verändert. Jetzt steht zu befürchten, dass auch in Italien die Politiker mit den vermeintlich einfachen Lösungen noch mehr Zulauf bekommen: Raus aus dem Euro, raus aus der EU, Ausländer raus.

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