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Vincent Lambert: Gericht befasst sich erneut mit Koma-Patient

Koma-Patient : Gericht befasst sich erneut mit Vincent Lambert

Der Fall des französischen Koma-Patienten Vincent Lambert wird neu aufgerollt. Das Verwaltungsgericht befasse sich erneut mit dem Zustand des Patienten, berichtet die Tageszeitung "Le Monde".

Es solle geprüft werden, ob die Ärzte gegen gültige Urteile handelten, indem sie den Patienten weiterhin künstlich ernährten. Ein Urteil werde in zwei bis drei Wochen erwartet.

Der Franzose ist seit einem Motorradunfall vor sieben Jahren querschnittsgelähmt und liegt im Koma. In einer Klinik in Reims wird er künstlich ernährt. Seine Ehefrau hatte sich für die Einstellung der Versorgung ausgesprochen. Dagegen klagen die Eltern Lamberts, eine Schwester und ein Halbbruder.

Anfang Juni entschied der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg zugunsten der passiven Sterbehilfe für Lambert und bestätigte damit geltendes französisches Recht. Nach dem sogenannten Leonetti-Gesetz von 2005 ist es Ärzten überlassen, lebenserhaltende Maßnahmen zu beenden, wenn der Patient keinen Willen bekunden kann. Im Juli sprach sich die behandelnde Ärztin jedoch gegen einen Abbruch aus.

(KNA)