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Vereinte Nationen lehnen Verschiebung der COP26 ab

Klimakonferenz in Glasgow : Vereinte Nationen lehnen Verschiebung der COP26 ab

Verschiedene NGOs haben eine Verschiebung der UN-Klimakonferenz gefordert - hinsichtlich der Corona-Pandemie und des Impfstoffmangels in ärmeren Ländern. Die UN lehnen dies jedoch ab.

Die Vereinten Nationen lehnen eine Verschiebung der im November in Glasgow geplanten UN-Klimakonferenz ab. "Momentan ist keinerlei Änderung vorgesehen", sagte ein Sprecher am Dienstag in New York. Ein Netzwerk aus rund 1500 Nichtregierungsorganisationen hatte wegen der unzureichenden Versorgung von ärmeren Ländern mit Corona-Impfstoff zuvor eine weitere Verschiebung der als wegweisend geltenden Veranstaltung gefordert.

Offenkundig sei "eine sichere, inklusive und gerechte Klimakonferenz unmöglich", erklärte das Climate Action Network (CAN), dem rund 1500 Organisationen, darunter Greenpeace, WWF und Oxfam, angehören. Dies liege am "Scheitern, tausenden Menschen in armen Ländern Zugang zu Impfstoffen zu verschaffen".

"Wir verstehen und respektieren die von verschiedenen Gruppen geäußerten Bedenken", sagte dazu ein UN-Sprecher. Die globale wissenschaftliche Gemeinschaft habe jedoch "deutlich gemacht, dass der Klimawandel jetzt ein globaler Notfall ist".

Ursprünglich sollte die UN-Klimakonferenz bereits im November 2020 stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie wurde die sogenannte COP26 in Glasgow aber um ein Jahr verschoben. Sie ist nun vom 31. Oktober bis zum 12. November in der schottischen Stadt geplant.

Der jüngste Bericht des Weltklimarats IPCC macht deutlich, dass schnelle und umfassende Maßnahmen im Kampf gegen die Erderwärmung nötig sind. Am Montag hatten mehr als 200 weltweit führende Wissenschaftspublikationen davor gewarnt, wegen der Corona-Pandemie den Kampf gegen den Klimawandel zu vernachlässigen.

Am Dienstag schlossen sich dem auch die Oberhäupter der Katholischen, Orthodoxen und Anglikanischen Kirche an. In einem gemeinsamen Appell forderten Papst Franziskus, der Orthodoxe Patriarch Bartholomäus I. und der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, "alle, unabhängig von ihrem Glauben oder ihrer Weltanschauung, dazu auf, sich zu bemühen, auf den Schrei der Erde zu hören".

(june/AFP)