Venezuela: Rentner unterstützen Regierung

Massenkundgebung : Rentner unterstützen Venezuelas Regierung

Die Kundgebungen gegen und für die Regierung Venezuelas dauern an. Jetzt sind die Rentner dran - die auf die Straßen gehen, um Staatschef Maduro den Rücken zu stärken. Und dieser nutzt die Gelegenheit zu neuen Angriffen auf die Opposition.

Tausende Rentner sind in der venezolanischen Hauptstadt Caracas zur Unterstützung der Regierung auf die Straße gegangen. Sie zogen am Sonntag vom Bolivar-Platz zum Präsidentenpalast Miraflores, um Staatschef Nicolás Maduro ihren Rückhalt zu versichern, wie die staatliche Nachrichtenagentur AVN berichtete. Viele ältere Menschen in Venezuela profitieren von den Sozialprogrammen der linksgerichteten Regierung.

Maduro nutzte die Kundgebung für neue Angriffe gegen die Opposition und die Vereinigten Staaten. Die jüngsten Proteste der Regierungsgegner sollten lediglich einen Vorwand für ein militärisches Eingreifen der USA liefern, sagte er.

Auch gegen den Nachrichtensender CNN erhob der Präsident erneut schwere Vorwürfe. Der Sender sei für die aufgeheizte Stimmung im Land verantwortlich. "CNN will unser Vaterland zerstören, damit sie unser Öl stehlen können", sagte Maduro. Zuvor hatte er dem Sender bereits mit einer Abschaltung gedroht. Der kolumbianische Sender NTN24 wurde bereits aus dem Kabelnetz entfernt.

"Die Proteste werden fortgesetzt"

Oppositionsführer Henrique Capriles kündigte weitere Demonstrationen an, sollte Maduro den Regierungsgegnern nicht entgegenkommen. "Die Proteste werden fortgesetzt, bis unsere Meinung beachtet wird", schrieb er auf Twitter.

Seit knapp zwei Wochen gehen in Venezuela immer wieder Menschen gegen die Regierung auf die Straße. Sie demonstrieren gegen die schlechte Wirtschaftslage, die angespannte Sicherheitssituation und Maduros zunehmend autoritären Regierungsstil. Bei Auseinandersetzungen zwischen Regierungsanhängern und Oppositionellen kamen bislang elf Menschen ums Leben, über 130 weitere wurden verletzt.

(dpa)