Venezuela: Bundesregierung fordert freie Wahlen in Venezuela und unterstützt Juan Guaidó

Krise in Venezuela : „Wir sind nicht neutral“ - Außenminister Maas sichert Gegenpräsident Guaidó Unterstützung zu

Die Regierungskrise in Venezuela spitzt sich weiter zu. Jetzt hat sich auch die Bundesregierung zu den Vorfällen in Südamerika geäußert. Sie unterstützt den Gegenpräsidenten Juan Guaidó.

Im eskalierenden Machtkampf in Venezuela hat sich Bundesaußenminister Heiko Maas klar auf die Seite des selbsternannten Gegenpräsidenten Juan Guaidó gestellt. „Wir sind nicht neutral in dieser Frage, sondern wir unterstützen das, was Guaidó dort tut“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag der Deutschen Welle während eines Besuchs bei den Vereinten Nationen in New York.

Grund sei, dass Deutschland große Probleme habe, die Wahl von Nicolás Maduro zum Präsidenten anzuerkennen. „Es ist offensichtlich gewesen, dass es so viele Verstöße gegen das Wahlrecht gegeben hat, dass man nur bedingt von einer demokratischen Wahl sprechen kann.“ Deshalb setze sich die Bundesregierung für eine Neuwahl ein.

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Am Mittwoch hatte sich Parlamentschef Guaidó zum Übergangspräsidenten des südamerikanischen Landes erklärt und Staatschef Maduro damit offen herausgefordert. Weil seine Wiederwahl im vergangenen Jahr nicht den demokratischen Regeln entsprach, erkennen viele Staaten, internationale Organisationen und die Opposition Maduro nicht mehr als rechtmäßigen Präsidenten an. Es gibt nun Befürchtungen, dass die Krise in einen Bürgerkrieg münden könnte.

(mja/AFP)
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