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Venedigs Bürgermeister: "Wer 'Allahu Akhbar' ruft, wird erschossen"

Bürgermeister von Venedig : "Wer 'Allahu Akhbar' schreit, wird erschossen"

Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, hat angekündigt, radikal gegen mögliche Terroristen in der Stadt vorzugehen. Ein besonders drastisches Zitat von ihm sorgt nun für Empörung.

Wie unter anderem die britische Zeitung "The Times" berichtet, warnte Bürgermeister Brugnaro, wer auf dem Markusplatz "Allahu Akhbar" rufe, werde erschossen.

Auf einer Konferenz im italienischen Rimini habe er sich zum Sicherheitskonzept Venedigs geäußert. Im Gegensatz zu Barcelona, wo in der vergangenen Woche bei einem Terroranschlag 15 Menschen starben, halte Venedig seinen Schutz hoch, sagte Brugnaro demnach.

"Wenn irgendjemand auf dem Markusplatz ‘Allahu Akhbar' schreit, erledigen wir ihn", zitiert ihn die Zeitung. "Vor einem Jahr habe ich gesagt nach vier Schritten, jetzt nach drei. Ich werde es auf Venezianisch sagen: 'Ghe Sparemo' (Wir werden ihn erschießen)."

Die Polizei habe im März drei mutmaßliche Extremisten festgenommen, die einen Anschlag auf der Rialto-Brücke planten, erinnerte Brugnaro außerdem. Die Worte des rechtsorientierten Bürgermeisters lösten in politischen Kreisen Empörung aus. Medienberichten zufolge bezeichneten die Linksparteien Brugnaros Aussagen als unannehmbar und riefen ihn auf, sich zu entschuldigen.

Wie das Magazin "Business Insider" meldet, wurde Brugnaros Äußerung schon auf der Konferenz in Rimini nicht besonders ernst genommen, andere Teilnehmer spotteten über den Bürgermeister.

Im muslimischen Alltag kommt der Ausruf "Allahu Akbar" relativ häufig vor. So beginnt auch der Gebetsruf des Muezzins, der fünfmal am Tag erklingt, mit dieser Wendung. In Italien leben rund 2,2 Millionen Muslime.

(veke)