USA: Weiterer Teenager soll Angriff auf Schule geplant haben

USA: Weiterer Teenager soll Angriff auf Schule geplant haben

Die Behörden in Kalifornien haben möglicherweise ein weiteres Schulmassaker vereitelt. Ein Schüler soll sich über das Kopfhörerverbot eines Lehrers geärgert haben. Die Polizei fand Waffen in seiner Wohnung.

Ein Sicherheitsmann habe gehört, wie ein wütender Schüler in Whittier im Süden des US-Staates gemurmelt habe, er werde seine Schule irgendwann in den kommenden drei Wochen zusammenschießen, sagte der Sheriff des Bezirks Los Angeles, Jim McDonnell, am Mittwoch. Die Schulleitung habe den 17-Jährigen am Freitag der Polizei gemeldet, die in dessen Wohnung zwei Sturmgewehre, zwei Pistolen und Munition gefunden habe. Der Teenager sei festgenommen worden.

Der hellhörige Sicherheitsangestellte Marino Chavez berichtete, er habe den 17-Jährigen auf dessen Drohung angesprochen, woraufhin dieser versichert habe, er scherze nur und meine es nicht so. Trotzdem habe er seine Vorgesetzten informiert. Sheriff McDonnell nannte Chavez einen Helden. Am 14. Februar hatte ein 19-Jähriger in Florida 17 Menschen erschossen.

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Ein Anwalt der Schulbehörde sagte, nach diesem Schulmassaker habe man sich entschlossen, die Polizei einzuschalten. Die Sicherheit der Schüler und Personal sei das Wichtigste. Dem 17-Jährigen droht nun eine Anklage wegen Bedrohung. Sein älterer Bruder müsse sich wohl wegen unerlaubten Waffenbesitzes und anderer Vergehen verantworten, sagte McDonnell.

Am Mittwoch protestierten Hunderte Schüler in Floridas Hauptstadt sowie in Washington für schärfere Waffengesetze.

(oko)