USA: Donald Trump und Comedian Alec Baldwin legen sich bei Twitter an

Ärger beim US-Präsidenten: Donald Trump und Comedian Alec Baldwin legen sich bei Twitter an

Mögliche Handelskriege wegen seiner Strafzollandrohung sind nicht das einzige Thema, zu dem sich US-Präsident Donald Trump am Freitag per Twitter geäußert hat. Geärgert hat er sich offenkundig über den Comedian Alec Baldwin, der ihn seit einiger Zeit in der Comedy-Show "Saturday Night Live" auf die Schippe nimmt.

Es folgte ein Twitter-Duell zwischen Trump und Baldwin. Anlass waren aber nicht satirische Spitzen seines Comedy-Alter-Egos, sondern eine Interviewäußerung Baldwins, es sei eine "Qual", Trump darstellen zu müssen.

"Alec Baldwin, dessen sterbende mittelmäßige Karriere von seiner schrecklichen Darstellung von mir auf SNL gerettet wurde, sagt jetzt, mich zu spielen sei eine Qual. Alec, es war eine Qual für die, die das sehen mussten. Bringt Darrell Hammond zurück, der ist lustiger und ein bei weitem größeres Talent!", twittere der US-Präsident.

Baldwin, der den Demokraten nahe steht, antwortete nicht weniger harsch in mehreren Tweets: "Obwohl es eine Qual sein mag, würde ich gerne durchhalten bis zu den Impeachment-Anhörungen, der Rücktrittsrede, dem Abschiedsflug mit dem Hubschrauber nach Mar-A-Lago. Das geile Zeug, wisst ihr. Worauf wir alle gewartet haben."

  • Kehrtwende des Präsidenten : Trump geht auf Distanz zur US-Waffenlobby NRA

In einem weiteren Tweet schrieb Baldwin, er freue sich schon auf die künftige Präsidentenbibliothek Trumps. Er äußerte die Vermutung, die werde wohl einen Live-Kanal auf Twitter enthalten und ein "kleines schwarzes Buch mit den Telefonnummern von Porno-Stars". Im dritten Tweet bat er darum, dass First Lady Melania Trump aufhören möge, ihn wegen Eintrittskarten für "Saturday Night Live" anzurufen.

Auslöser für Trumps Reaktion war ein Interview Baldwins mit dem "Hollywood Reporter". Der Comedian sagte, ihm mache es keinen Spaß, Trump darzustellen. "Jedes Mal, wenn ich es mache, ist es eine Qual. Todeskampf." Sollte Trump die Wahl 2020 gewinnen, werde er vielleicht eine "Game Show in Spanien" moderieren.

(gaa)