USA: Auch IWF kritisiert Trumps angekündigte Strafzölle

Kettenreaktion befürchtet: Auch IWF kritisiert Trumps angekündigte Strafzölle

Dass Donald Trump Strafzölle auf Stahl und Aluminium angekündigt hat, stößt auch beim Internationalen Währungsfonds (IWF) auf Unverständnis. Diese Zölle würden "wahrscheinlich Schaden nicht nur außerhalb der USA, sondern auch der US-Wirtschaft selbst" zufügen, erklärte IWF-Sprecher Gerry Rice.

Es seien Schäden für die US-Industrie- und Baubranche mit ihrem großen Bedarf an diesen Metallen zu befürchten. Rice warnte auch vor Kettenreaktionen in anderen Ländern. Wie die USA könnten nun auch andere Länder Gründe der nationalen Sicherheit als Begründung anführen, um weitreichende Handelsbeschränkungen zu verhängen.

Die USA und ihre Handelspartner sollten vielmehr "konstruktiv zusammenarbeiten", um Handelsstreitigkeiten "ohne Rückgriff auf derartige Notmaßnahmen" zu bereinigen.

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Trump hatte am Donnerstag Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium angekündigt. Dadurch soll die heimische Branche geschützt werden. Die US-Regierung stützt sich bei diesen Maßnahmen auf einen Gesetzesartikel zur nationalen Sicherheit. Sie argumentiert, dass eine allzu große Abhängigkeit von ausländischem Stahl und Aluminium den US-Verteidigungsinteressen zuwider laufe, da diese Produkte für das US-Militär und die Infrastruktur von zentraler Bedeutung seien.

(gaa)