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US-Wahlkampf: Amy Klobuchar will schwarze Frau als Vize-Präsidentschaftskandidatin

US-Senatorin reagiert auf Rassismus-Debatte : Klobuchar verzichtet – Biden soll schwarze Frau zur Vizekandidatin machen

Die US-Senatorin Amy Klobuchar galt bis vor kurzem als mögliche Kandidatin für das Vizepräsidentenamt, setzt sich nun aber für eine nichtweiße Bewerberin ein.

Sie habe den designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden diese Woche selbst angerufen und ihm ihren Vorschlag unterbreitet, gab Klobuchar im Sender MSNBC preis. Wenn man jetzt die Nation heilen wolle, dann wäre eine nichtweiße Frau als Vizepräsidentschaftskandidatin genau der richtige Weg.

Biden hat sich bereits darauf festgelegt, mit einer Frau ins Rennen ums Weiße Haus zu ziehen. Minnesotas Senatorin Klobuchar hatte eigentlich bis vor kurzem noch gute Chancen, doch sind sie nach der Tötung des Schwarzen George Floyd bei einer brutalen Festnahme in Minneapolis stark gesunken. Vor Jahren war Klobuchar Staatsanwältin in dem Bezirk, der auch die Großstadt in Minnesota umfasst. In dieser Zeit kamen mehr als zwei Dutzend Menschen - die meisten Angehörige von Minderheiten - bei Konfrontationen mit der Polizei ums Leben.

Inmitten der Proteste rund um den Fall Floyd wurde auch Kritik an Klobuchar laut, weil sie damals als ranghöchste Staatsanwältin gegen keinen der beteiligten Beamten im Zusammenhang mit den Todesfällen ein Strafverfahren anstrengte. In einen dieser Fälle war sogar jene weiße Polizist verwickelt, der Floyd Ende Mai minutenlang sein Knie auf den Hals drückte und sich nun wegen dessen Tötung verantworten muss.

(anst/dpa)