"Sheiks" statt Sikhs: Wieder peinlicher Versprecher von Romney

"Sheiks" statt Sikhs : Wieder peinlicher Versprecher von Romney

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat ausgerechnet in einer Beileidsbekundung nach der Schießerei in einem Sikh-Tempel das Wort "Sikh" mit "Sheik" (Scheich) verwechselt. Im Englischen werden beide Wörter fast gleich ausgesprochen: "siek" und "schiek".

Laut "Washington Post" hatte Romney zuvor bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Illinois korrekt über die Sikh-Religion gesprochen. Nur Stunden später verhaspelte er sich bei einer Abendveranstaltung in Iowa gleich zweimal und sprach von einem "Sheik"-Tempel und dem "Sheik"-Volk.

Nach Angaben der Zeitung sagte der Ex-Gouverneur von Massachusetts am Dienstag mit Blick auf den vorausgegangenen Wahlkampfauftritt: "Wir hatten eine Schweigeminute zu Ehren der Menschen, die ihr Leben in diesem Sheik-(Scheich-)Tempel verloren haben." Er fuhr dann fort, das Blutbad mit insgesamt sieben Todesopfern sei aus vielen Gründen eine Tragödie gewesen. "Darunter ist die Tatsache, dass das Sheik-(Scheich-)Volk (...) zu den friedlichsten und liebevollsten Menschen gehört, die man sich vorstellen kann."

Ein 40-jähriger Amerikaner hatte am Sonntag in dem Sikh-Tempel in Wisconsin das Feuer eröffnet und sechs Menschen getötet.

(dpa)
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