Vorwahl in Iowa: 97 Prozent der Stimmen ausgezählt - Buttigieg und Sanders fast gleichauf

Vorwahl in Iowa : 97 Prozent der Stimmen ausgezählt - Buttigieg und Sanders fast gleichauf

Noch immer sind in Iowa nicht alle Stimmen ausgezählt, doch zeichnet sich ein knappes Rennen zwischen Buttigieg und Sanders ab. Verlierer Biden kritisiert hat für beide Kritik übrig.

Bei der ersten Vorwahl der Demokraten im US-Staat Iowa liefern sich der frühere Bürgermeister von South Bend Pete Buttigieg und der Senator von Vermont Bernie Sanders laut Zwischenergebnissen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Buttigieg lag mit einem hauchdünnen Vorsprung von drei Delegierten vor Sanders, teilte die demokratische Partei in Iowa am frühen Donnerstagmorgen nach Auszählung von 97 Prozent der Wählerversammlungen mit.

Hinter Buttigieg und Sanders landeten die Senatorin Elizabeth Warren, Ex-Vizepräsident Joe Biden und Senatorin Amy Klobuchar. Die Ergebnisse der Wahl am Montag waren bereits in der Nacht zu Dienstag erwartet worden. Es gab jedoch technische Probleme, die bei der Stimmenauszählung zum Chaos führten.

Sanders und Buttigieg sind recht unterschiedliche Anwärter auf die demokratische Kandidatur. Sie trennen nicht nur 40 Jahre Altersunterschied. Auch ihre Ideologie ist recht unterschiedlich. Der 78-jährige Sanders ist selbsterklärter demokratischer Sozialist und gehört seit Jahrzehnten zu den Progressiven. Der 38-jährige Buttigieg repräsentiert den moderateren Flügel der Demokraten. Er ist auch der erste offen schwule Anwärter, der in den Vorwahlen Delegierte gewinnt.

Der Kampf der Demokraten konzentrierte sich wenige Tage vor der nächsten Vorwahl auf New Hampshire. Biden kritisierte dort seine beiden Rivalen Buttigieg und Sanders: Sanders sei unwählbar und würde andere Demokraten herunterziehen, sollte er die Partei bei der Präsidentschaftswahl vertreten. Und eine Nominierung Buttigiegs sei ein „Risiko“, da dieser keinen höheren Posten als den eines Bürgermeisters bekleidet hat. Am Dienstag wird in New Hampshire gewählt.

(zim/dpa)