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Gerüchte kursieren: USA rätseln über Romneys Vize-Kandidaten

Gerüchte kursieren : USA rätseln über Romneys Vize-Kandidaten

Mitt Romney ist republikanischer Präsidentschaftskandidat bei den US-Wahlen. Er tritt gegen Amtsinhaber Barack Obama an. Ein Geheimnis ist noch nicht gelüftet: Wer wird Romneys möglicher Vize-Präsident? Die Gerüchte kursieren. Besitzer der Romney-App sind im Vorteil. Andere schauen bei Wikipedia nach.

Die heiße Phase des Wahlkampfs in den USA hat begonnen: In weniger als 90 Tagen wird entscheiden, ob Präsident Barack Obama erneut ins Weiße Haus einzieht oder Herausforderer Mitt Romney den Demokraten als mächtigsten Mann der USA ablöst.

Bevor diese Entscheidung ansteht, stellt sich eine weitere Frage - und eine ganze Nation ist im Rätsel-Fieber: Wen wird Mitt Romney als seinen möglichen Vize-Präsidenten im Falle eines Wahlsiegs am 6. November bei den US-Präsidentschaftswahlen vorstellen?

Es gibt viele Kandidaten für den prestigeträchtigen Posten an der Seite des Multi-Millionärs. Der Republikaner und Herausforderer Romney verspricht besonders neugierigen Anhängern: Wer seine kostenlose App aufs Handy lädt, erfährt es als erster.

Romney rührt die Werbetrommel — für seine App und die damit verbundene, frohe Kunde, wer sein Begleiter, sein "running mate", wird. Von einer "aufregenden Neuigkeit" spricht Obamas Herausforderer vollmundig und verspricht, dass alle, die die App auf dem Handy haben, den Namen des Vize-Präsidenten noch vor der Presse und allen anderen erfahren - mit Ausnahme vielleicht von seiner Frau Ann, schob Romney fix nach.

Wann dies genau sein wird, bleibt offen. Nur so viel ist bekannt: Schon bald will er die Öffentlichkeit über seine Wahl informieren. Bis dahin kursieren Gerüchte. Als Favoriten gelten die Senatoren Marco Rubio (Florida), Rob Portman (Ohio) und Kelly Ayotte (New Hampshire) sowie der frühere Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty.

Besonders findige US-Politikexperten brauchen die App nicht. Sie schauen einfach bei Wikipedia nach. Wie der britische "Independent" berichtete, meinen sie in der Profilaktivität der potenziellen Kandidaten Hinweise zu erkennen, die darauf hindeuten, ob sie infrage kommen oder nicht.

Im Klartext bedeutet das: Die Profile der Republikaner, die in der letzten Zeit am häufigsten angepasst, verändert und korrigiert worden sind, scheinen am aussichtsreichsten. Grund für die häufigen Anpassungen sind das Herausarbeiten öffentlich besonders wirksamer Informationen, die die Kandidaten in einem scheinbar besseren Licht da stehen lassen.

Romney soll Ende August auf dem Parteitag der Republikaner in Tampa im Bundesstaat Florida offiziell zum Herausforderer von Präsident Barack Obama gewählt werden.

(nbe)