1. Politik
  2. Ausland
  3. US-Wahl 2020

US-Wahlen: Präsidentschaftswahl bricht Rekord bei Wahlbeteiligung

Über 62 Prozent : US-Präsidentschaftswahl bricht Rekord bei Wahlbeteiligung

Bei der Präsidentschaftswahl 2020 in den USA hat es eine so hohe Wahlbeteiligung gegeben wie noch nie. 62 Prozent der Wahlberechtigten hatten ihre Stimme abgegeben – mehr als vor 12 Jahren, als Barack Obama gewählt wurde.

Die US-Präsidentschaftswahl 2020 hat bei der Beteiligung den Rekord von 2008 gebrochen. Mit Stand Sonntag hatten 62 Prozent der wahlberechtigten US-Bürger ihre Stimme abgegeben. Das waren 0,4 Prozentpunkte mehr als vor 12 Jahren, als Barack Obama gewählt wurde. Die diesjährige Wahlbeteiligung war die höchste seit 1968, wie Daten der Nachrichtenagentur AP und des United States Elections Project ergaben.

Bislang wurden 148 Millionen Stimmen ausgezählt, der Demokrat Joe Biden bekam mehr als 75 Millionen davon. Das war die höchste Zahl, die ein Präsidentschaftskandidat je in der US-Geschichte bekommen hat. Donald Trump bekam mit mehr als 70 Millionen Stimmen die meisten, die je ein unterlegener Präsidentschaftskandidat erhalten hat. Die Zahlen dürften noch steigen, weil Wahlbeauftragte noch Stimmen auszählen.

Die größte Zunahme bei der Wahlbeteiligung gab es im US-Staat Hawaii. Dort legte sie bislang um mehr als 14 Prozentpunkte zu.

Die Kongresswahlen 2018 hatten die höchste Beteiligung bei einer solchen Zwischenwahl seit 1912. 2018 und dieses Jahr bekamen die Wähler die Gelegenheit, eine Botschaft an Trump zu senden. „Er (Trump) motivierte Demokraten, die ihn hassten, und Republikaner, die dachten, er sei besser als die meisten Republikaner“, sagte der republikanische Stratege Brad Todd.

Die AP bestimmte die Wahlbeteiligung, indem sie die Zahl der ausgezählten Stimmen mit der vom Elections Project geschätzten Zahl der derzeitigen potenziellen Wähler in den USA verglich.

(sed/dpa/AP)