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US-Wahl: Donald Trump fordert seinen Vize auf, das Wahlergebnis im Kongress abzulehnen

US-Wahl : Trump fordert seinen Vize auf, das Wahlergebnis im Kongress abzulehnen

Unmittelbar vor Bestätigung der Ergebnisse der US-Präsidentenwahl im Kongress hat der abgewählte Amtsinhaber Donald Trump seinen Stellvertreter Mike Pence aufgerufen, das Ergebnis noch zu kippen. Er solle die Unterlagen an die Staaten zurücksenden.

Unmittelbar vor Bestätigung der Ergebnisse der US-Präsidentenwahl im Kongress hat der abgewählte Amtsinhaber Donald Trump seinen Stellvertreter Mike Pence aufgerufen, das Ergebnis noch zu kippen. Der Vizepräsident solle bei der Sitzung des Parlaments einschreiten, forderte Trump am Mittwoch in Washington vor Tausenden Anhängern. „Wenn Mike Pence tut, was richtig ist, werden wir die Wahl gewinnen“, sagte Trump. Pence solle die Ergebnisse ablehnen und an die Bundesstaaten zurücksenden, sagte er. Das Gesetz sieht für Pence bei der Sitzung im Kongress jedoch nur eine zeremonielle Rolle vor.

Trump hatte Pence bereits zuvor über Twitter aufgefordert, sich bei der Sitzung des Kongresses für den von ihm gewünschten Wahlsieg einzusetzen.

Der Demokrat Joe Biden hat sich bei der Wahl im November klar gegen Trump durchgesetzt und soll am 20. Januar als neuer US-Präsident vereidigt werden. Trump jedoch nährt bei seinen Unterstützern seit Wochen ohne Beweise die Legende, er sei durch massiven Wahlbetrug um eine zweite Amtszeit gebracht worden. Dutzende entsprechende Klagen Trumps wurden von US-Gerichten abgeschmettert.

Pence wird der gemeinsamen Sitzung der beiden Kammern im Kongress als Präsident des Senats vorstehen. Bei der Bestätigung der Ergebnisse - üblicherweise eine reine Formalität - planen mehrere republikanische Senatoren und Abgeordnete eine Störaktion. Sie haben angekündigt, Wahlergebnissen einzelner Bundesstaaten zu widersprechen und damit eine Debatte und Abstimmungen in den beiden Kammern zu erzwingen. Das Prozedere dürfte die Bestätigung um Stunden verzögern, kann das Ergebnis jedoch letztlich nicht ändern. Dafür wäre eine Mehrheit in beiden Parlamentskammern nötig - im Repräsentantenhaus haben aber Bidens Demokraten die Mehrheit.

(th/dpa)