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US-Wahl 2020: Walmart räumt vorsorglich Waffen und Munition aus Regalen

Vorbereitung auf die US-Wahl : Walmart räumt vorsorglich Waffen und Munition aus den Regalen

Waffen im Supermarktregel gehören in vielen US-Bundesstaaten zum Alltag. Vor der Präsidentschaftswahl verschwinden sie allerdings in diesem Jahr. Hintergrund ist die Sorge vor Unruhen.

Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat vor der Präsidentenwahl Waffen und Munition aus den Auslagen seiner Geschäfte in den USA entfernt. Diese würden zwar weiter auf Anfrage verkauft, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Da es zu "isolierten Unruhen" gekommen sei, sei jedoch der Schritt "zur Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden" vollzogen worden.

Dies entspreche dem bereits bekannten Vorgehen bei mehreren Gelegenheiten in den vergangenen Jahren. Wann die Waffen wieder offen verkauft werden sollen, sagte der Sprecher nicht.

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass ein 19-Jähriger offenbar einen Anschlag auf den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden geplant hatte. Bereits Anfang Oktober waren Pläne einer Extremistengruppe aufgeflogen, die Gouverneurin von Michigan zu entführen. In mehreren US-Städten marschieren immer wieder bewaffnete Rechtsextreme auf. Zudem ist es in diesem Jahr zu Krawallen und Plünderungen gekommen, darunter in Chicago, New York, Los Angeles und Portland. Gleichzeitig hat der Schusswaffenabsatz in den USA vor der Abstimmung am Dienstag Rekordwerte erreicht. Experten schließen Gewalt im Umfeld der Wahl nicht aus.

Walmart verkauft in rund der Hälfte seiner rund 4700 Läden in den USA Waffen. Im vergangenen September stoppte der Einzelhandelskonzern den Verkauf von Munition für Handfeuerwaffen und Kurzlaufgewehre und verbot Kunden das offene Tragen von Waffen in seinen Geschäften auch in US-Staaten, in denen dies erlaubt ist. Im August 2019 hatte ein rassistisch motivierter Massenmörder in einem Walmart-Laden in Texas 23 Menschen erschossen.

(peng/Reuters/dpa)