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US-Vorwahlen: Bloomberg steigt aus Präsidentschaftsrennen aus

Nach Pleite am Super Tuesday : Bloomberg steigt aus Bewerberrennen aus und unterstützt nun Joe Biden

Am „Super Tuesday“ wurden wichtige Stimmen im Vorwahlkampf der US-Demokraten vergeben. Michael Bloomberg schnitt dabei schlecht ab. Er steigt nun aus dem Präsidentschaftsrennen der Demokraten aus.

Der US-Milliardär Michael Bloomberg steigt nach seinem schlechten Abschneiden am „Super Tuesday“ aus dem Präsidentschaftsrennen der Demokraten aus. Der frühere New Yorker Bürgermeister gab am Mittwoch bekannt, fortan Ex-Vizepräsident Joe Biden zu unterstützen. Das Wichtigste sei es, bei der Präsidentschaftswahl im November Amtsinhaber Donald Trump zu besiegen, erklärte Bloomberg.

„Vor drei Monaten bin ich in das Präsidentschaftsrennen eingestiegen, um Donald Trump zu besiegen“, erklärte der 78-jährige Medienmilliardär. „Heute verlasse ich das Rennen aus dem gleichen Grund: Um Donald Trump zu besiegen – denn mir ist klar, dass mein Verbleib ein Erreichen dieses Ziels erschweren würde.“

Biden, der am Super-Dienstag triumphiert hatte, sei der beste Kandidat, um Trump im November zu besiegen, erklärte Bloomberg weiter. „Ich kenne seinen Anstand, seine Ehrlichkeit und sein Engagement bei Themen, die für unser Land so wichtig sind – unter anderem Waffenkontrollen, die Gesundheitsversorgung, der Klimawandel und gute Jobs.“

Bloomberg war erst zum „Super Tuesday“ in die Vorwahlen eingestiegen, nachdem er die ersten vier Vorwahlen im Februar ausgelassen hatte. Der Mitte-Politiker schnitt aber sehr schwach ab: Er konnte in keinem der 14 Bundesstaaten gewinnen, in denen am Dienstag gewählt wurde. Ein Mini-Erfolg war das US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa, in dem Bloomberg siegte.

Der Multimilliardär – mit einem Vermögen von mehr als 58 Milliarden Dollar einer der reichsten Menschen der Welt – hat mehr als 500 Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen in den Wahlkampf gesteckt.

Am „Super Tuesday“ hatte der Mitte-Politiker Biden mindestens neun von 14 Bundesstaaten gewonnen. Bei den Vorwahlen zeichnet sich nun ein Zweikampf zwischen Biden und dem linksgerichteten Senator Bernie Sanders ab, der ebenfalls viele Delegiertenstimmen sammelte.

(c-st/AFP)