1. Politik
  2. Ausland
  3. US-Wahl 2020

US-Vorwahl 2020: Verzögerungen bei Demokraten-Wahl – Donald Trump twittert Kritik

Verzögerte Auszählung wegen Probleme mit App : Trump nennt Demokraten-Vorwahl „totales Chaos“

Die Vorwahlen der Demokraten haben mit technischen Pannen begonnen. Auch Stunden nach dem erwarteten Termin am späten Montagabend ist weiter unklar, wer aus der Urwahl in Iowa als Gewinner hervorgeht. Donald Trump nimmt das zum Anlass, die Demokraten zu kritisieren

Der Kandidat für die Republikaner steht fest. Präsident Donald Trump setzte sich erwartungsgemäß mit überwältigender Mehrheit durch. Die Auszählungsergebnisse der demokratischen Vorwahlen hingegen verzögern sich. Grund seien „Qualitätsüberprüfungen“ und neue Berichtsregelungen, wie die Demokraten in Iowa am Montagabend (Ortszeit) mitteilten. „Die Integrität der Resultate ist entscheidend“, sagte Parteisprecherin Mandy McClure. „Wir haben eine Verzögerung erlebt als Resultat von Qualitätsüberprüfungen und wegen der Tatsache, dass die IDP (Demokratische Partei Iowa) zum ersten Mal drei Datensätze meldet.“

Bei den Vorwahlen im Bundesstaat Iowa wird der Kandidat jeder Partei für die eigentliche Präsidentschaftswahl im November bestimmt. Dabei kommt ein kompliziertes Abstimmungsverfahren, das „caucus“-System, zum Tragen. Iowa ist traditionell der erste Vorwahl-Staat.

Parteivertreter nannten auch Probleme mit der für die Datenübertragung genutzten App als Grund. Jedenfalls sei es nicht Resultat eines „Hacks oder eines Eindringens“, hieß es in einer Mitteilung der Partei. Die Ergebnisse wurden für Dienstagmorgen (MEZ) erwartet.

Mehrere der Bewerber traten schon vor Veröffentlichung der Ergebnisse vor ihre Anhänger und versicherten, sie hätten erfolgreich abgeschnitten. So äußerten sich der linksgerichtete Senator Bernie Sanders, der in Umfragen für Iowa in Führung gelegen hatte, Vizepräsident Joe Biden sowie die Senatorinnen Elizabeth Warren und Amy Klobuchar.

US-Präsident Donald Trump hat die Vorwahlen der Demokraten in Iowa als „totales Chaos“ bezeichnet. „Nichts funktioniert“, twitterte der Republikaner am Dienstag. Nur er selbst könne sich als Sieger der Nacht fühlen.

Die Präsidentschaftswahl in den USA findet im November statt. Anfang März könnte feststehen, wer für die Demokraten gegen Trump antreten wird.

(ala/dpa/Reuters/AFP)