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"Rote Staaten" US-Wahl 2020: Die Hochburgen der Republikaner in den USA

US-Wahlen : Das sind die Hochburgen der Republikaner

Bei den Präsidentschaftswahlen in den USA hat sich in den vergangenen Jahren herauskristalisiert, dass eine Mehrheit in bestimmten Staaten häufig zu derselben Partei tendiert. In diesen Bundesstaaten wählen die Menschen vermehrt die republikanische Partei.

Die Republikanische Partei ist eine der beiden großen Parteien in den USA, vertritt konservative Werte und steht traditionell für möglichst wenige staatliche Eingriffe ins Leben der Bürger. Sie hat derzeit die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses, dem Repräsentantenhaus und dem Senat. US-Präsident Donald Trump (74) bewirbt sich für die Republikaner um eine zweite Amtszeit. Vor seinem Wahlsieg 2016 war der New Yorker vor allem als exzentrischer Immobilienmogul bekannt.

In den USA werden die Bundesstaaten üblicherweise nach ihren politischen Mehrheiten in „rote“ und „blaue“ Staaten unterschieden. In „roten Staaten“ hat in der Vergangenheit eine Mehrheit der Wähler für die Republikanische Partei gestimmt. In „blauen Staaten“ für die Demokraten.

„Rote Staaten“ - Hochburgen der Republikaner

Vor allem im Süden der Vereinigten Staaten wählen die Menschen vermehrt die „Grand Old Party“. Hier leben viele konservative evangelische Christen. Besonders der Bundesstaat Texas, der auch der Sitz der Bush-Präsidentenfamilie ist, gilt als die Hochburg der Republikaner. Auf der Wahllandkarte bildet der zweitgrößte Staat mit 29 Millionen Einwohnern ihre „rote“ Bastion als Gegengewicht zu dem „blauen“ Kalifornien der Demokraten.

Gerade in kleineren Staaten konnte die Republikanische Partei bei den vergangenen Wahlen viele Stimmen sammeln. In West Virgina holte Trump bei der vergangenen Präsidentenwahl (2016) 68,6 Prozent der Stimmen, in Alabama 62,9 Prozent und in Oklahoma 65,3 Prozent.

Auch die Staaten entlang der Rocky Mountains die sogenannten „Mountain States“ sind verstärkt rot. Dazu gehören etwa: Montana (2016: 56 Prozent), Wyoming (70,1), Idaho (59,3 Prozent) und Utah (45,5 Prozent).

„Purple States“ - Swing States

Bei den „lilafarbenen Staaten“ handelt es sich um besonders umkämpfte Bundesstaaten, die mal für einen Republikaner und mal für einen Demokraten stimmen. Sie werden häufig auch als „Swing States“ bezeichnet - die Farbezeichnung „purple“ beziehungsweise „lila“ steht dabei für die Mischung aus blau und rot. Zu den umkämpften Staaten, in denen das Ergebnis oft recht knapp ausfällt, gehören unter anderem Ohio, Florida und Pennsylvania. Umfragen deuten dieses Jahr auch in anderen Staaten auf einen offenen Stimmausgang hin, darunter North Carolina und Arizona.

Minderheiten

Die Kandidaten aller Parteien werben um die Stimmen der Minderheiten. Dazu gehören unter anderem Latinos, die landesweit etwa 18 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Sie haben zum Beispiel in Staaten wie Texas, Arizona und Florida besonders großen Einfluss. Beide Parteien buhlen auch um die Stimmen der Afroamerikaner und Schwarzen, die zusammen rund 13 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

(ahar/dpa/rtr)