Parteitag der Republikaner So lief die große Trump-Show

Donald Trump ließ sich beim Parteitag der Republikaner als Corona-Besieger, Frauenförderer und Amerika-Retter präsentieren. Den Versuch des Imagewandels machte er allerdings durch seine Rede zunichte.

 Donald Trump auf dem Parteitag.

Donald Trump auf dem Parteitag.

Foto: AFP/BRENDAN SMIALOWSKI

Es war am Dienstag, als Larry Kudlow die Epidemie für beendet erklärte, zumindest, was die USA betrifft. Er saß vor einem Bücherregal, helles Holz, sehr aufgeräumt. Um der Arbeitszimmeratmosphäre etwas Staatstragendes zu geben, hatte er eine Flagge mit dem Weißkopfseeadler im Wappen in eine Ecke gestellt. Kudlow war Chefökonom der Investmentbank Bear Stearns, bevor diese in die Pleite rutschte. Dann kommentierte er beim Finanzsender CNBC das Wirtschaftsgeschehen, heute ist er Wirtschaftsberater im Weißen Haus. Zugeschaltet beim Parteitag der Republikaner, sprach er über die Pandemie: „Es war furchtbar, Not und Leid waren überall“. Er wählte die Vergangenheitsform. An einem Tag, an dem in den USA 46.393 Neuinfektionen und 1 239 Corona-Tote gemeldet wurden. Man konnte es für einen Versprecher halten, was es aber nicht war. Die Corona-Krise mit all ihren Folgen, Kudlow stellte sie tatsächlich als eine Sache der Vergangenheit hin. Überwunden, sofern Donald Trump auch in den nächsten vier Jahren regiere und man das Ruder nicht Joe Biden überlasse, der das Land mit einer Steuererhöhungsorgie in den Ruin treiben würde.