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Grundsatzrede zur Terrorbekämpfung: Obama will Al Quaida in Afghanistan besiegen

Grundsatzrede zur Terrorbekämpfung : Obama will Al Quaida in Afghanistan besiegen

Washington (RPO). Barrack Obama hat eine Grundsatzrede zur Terrorbekämpfung gehalten. Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat kündigte für den Fall, dass er ins Weiße Haus einziehen dürfe eine Neuausrichtung der Antiterror-Politik der USA an. Er wolle das militärische Engagement der US-Streitkräfte im Irak verringern und stattdessen stärker gegen das Terrornetzwerk Al Quaida in Afghanistan und Pakistan vorgehen.

Von dort würden den USA neue Attentate drohen, sagte Obama am Dienstag in einer Rede in Washington laut vorab verbreiteten Auszügen. Der Demokrat bekannte sich ausdrücklich zu einer Politik der militärischen Stärke gegen den Terrorismus. Den regierenden Republikanern und ihrem Kandidaten John McCain warf er aber falsche Prioritäten und eine Unterschätzung der Bedrohung aus Afghanistan und Pakistan vor.

Kritik an McCain

"Präsident Bush und Senator McCain hätten erkennen müssen, dass die zentrale Front im Kampf gegen den Terror nicht im Irak liegt und dort auch nie lag", sagte Obama. "Al Quaida hat eine wachsende Basis in Pakistan, die wohl nicht weiter von ihrem alten Unterschlupf in Afghanistan entfernt ist als eine Zugfahrt von Washington nach Philadelphia."

Sollte es einen weiteren Terrorangriff in den USA geben, "dann wird er wahrscheinlich aus der selben Gegend kommen, in der auch der 11. September geplant worden war", sagte Obama. "Und trotzdem haben wir derzeit fünf Mal mehr Truppen im Irak als in Afghanistan."

Mit dem starken Engagement im Irak hätten die Regierung Bush und ihre Anhänger falsche Prioritäten gesetzt, kritisierte Obama. "Dieser Krieg (im Irak) lenkt uns ab von den Drohungen, denen wir ausgesetzt sind. Dieser Krieg geht auf Kosten unserer Sicherheit, unseres Ansehens in der Welt, unseres Militärs, unserer Wirtschaft und unserer Ressourcen."

Allerdings führt der Demokrat weiter klar in den Umfragen zur Präferenz bei der Präsidentschaftswahl. In einer ebenfalls am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Instituts Quinnipiac kam Obama auf 50 Prozent Zustimmung, McCain nur auf 41 Prozent.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Obamas Werdegang

(afp2)