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Verdacht der Vorteilsnahme: Obama trennt sich von Chef des Vize-Komitees

Verdacht der Vorteilsnahme : Obama trennt sich von Chef des Vize-Komitees

Washington (RPO). Vergangene Woche erst ernannte US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama ihn zum Chef des Sondierungskomitees für die Auswahl eines Kandidaten für die Vizepräsidentschaft. Nun trennte er sich von seinem Berater Jim Johnson. Der Grund: Ihm wurde Vorteilsnahme bei einem Immobiliengeschäft vorgeworfen.

Johnson gebe seinen Posten als Chef des Sondierungskomitees auf, um nicht zur Belastung für den Wahlkampf zu werden, erklärte Obama am Mittwoch in einer schriftlichen Mitteilung. "Jim wollte auf keinen Fall ablenken von der wichtigen Aufgabe, Informationen über meinen Vize-Kandidaten zu sammeln", hieß es darin weiter.

Erst in der vergangenen Woche hatte Obama den früheren Chef des Immobilienfinanzierers Fannie Mae an die Spitze eines dreiköpfigen Teams berufen, das Anwärter auf die US-Vizepräsidentschaft prüfen sollte.

Am Wochenende hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Johnson habe als Chef von Fannie Mae ein vergünstigtes Immobiliendarlehen des Unternehmens Countrywide erhalten. Obama hatte Countrywide wiederholt dafür kritisiert, Managern überzogene Gehälter zu zahlen, während Kreditnehmer mit Zahlungsverzug zur Aufgabe ihrer Häuser gezwungen würden.

Unklar blieb, ob Johnson durch das günstige Darlehen überhaupt gegen Gesetze verstoßen hätte. Allerdings bot der Fall Angriffsfläche für die gegnerischen Republikaner: Sie warfen Obama mit Blick auf Johnson vor, seinen selbst gesetzten Ansprüchen an ethische Standards in der Politik nicht gerecht zu werden.

(afp)