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Nach chaotischem TV-Duell: Regeln für Debatten von Trump unnd Biden

Nach chaotischem TV-Duell : Für die nächsten Debatten von Trump und Biden gibt es neue Regeln

Das TV-Duell von Trump und Biden war gezeichnet von Beleidigungen und Angriffen. Um einem solchen Chaos bei den nächsten Rededuellen entgegen zu wirken, sollen nun neue Regeln eingeführt werden.

Nach einer chaotischen ersten Kostenpflichtiger Inhalt Fernsehdebatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden sollen die nächsten beiden Rededuelle unter anderen Regeln stattfinden. Es werde neue Mittel geben, um für Ordnung zu sorgen, teilte die Kommission für Präsidentschaftsdebatten am Mittwoch mit. Das parteiunabhängige Gremium organisiert seit 1988 die Fernsehduelle vor Präsidentschaftswahlen.

In einer Stellungnahme hieß es, das erste Duell habe deutlich gemacht, dass es zusätzliche Strukturen brauche, um eine geordnetere Diskussion zu ermöglichen. Welche dies sein sollen, werde man in Kürze verkünden.

Trump war Biden bei der Debatte am Dienstagabend immer wieder lautstark ins Wort gefallen. Dieser ging daraufhin zu Konterangriffen über. Beide überzogen sich zudem mit Beleidigungen. Moderator Chris Wallace gelang es nicht, für Ordnung zu sorgen.

Biden hat den Auftritt von Amtsinhaber Donald Trump beim TV-Duell der beiden Kontrahenten als „Peinlichkeit für das Land“ bezeichnet. Trump habe 90 Minuten lang alles versucht um abzulenken, sagte Biden am Mittwoch in Alliance im US-Bundesstaat Ohio vor Journalisten. Der Republikaner war Biden bei der Debatte am Dienstagabend (Ortszeit) ständig ins Wort gefallen und hatte ihn auch persönlich angegriffen. „Trump hat keinen Plan, keine Ideen“, sagte Biden. Auf die Frage, was er unentschiedenen Wählern sage, die die Debatte gesehen hätten und genug von der Politik hätten, sagte der Demokrat: „Ich kann es verstehen.“ Die nächsten beiden TV-Duelle finden am 15. und 22. Oktober statt.

Biden gibt nach Schlagabtausch mit Trump den Versöhner

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich nach der wüsten Fernsehdebatte mit Präsident Donald Trump einmal mehr als Versöhner präsentiert. Falls er die Wahl am 3. November gewinne, werde er nicht der Präsident der Demokraten sein, sagte Biden am Mittwoch in Alliance im Staat Ohio. „Ich werde der amerikanische Präsident sein“, versicherte er.

Biden sagte, er wolle auf einer Eisenbahntour durch Ohio und Pennsylvania Orte besuchen, deren Einwohner in einer Notlage seien. Bei der Wahl gehe es um die US-Bürgerinnen und -Bürger. Die Leute sollten sich fragen: „Hat Euer Präsident irgend eine Idee, versteht er, was ihr durchmacht? Und falls es so ist, macht es ihm etwas aus?“

(lha/ap)