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Anti-Terror-Politik: Heftiger Streit zwischen Obama und McCain

Anti-Terror-Politik : Heftiger Streit zwischen Obama und McCain

Washington (RPO). In den USA grenzen sich die beiden Präsidentschaftskandidaten immer weiter von einander ab. Jetzt ist sogar ein regelrechter Streit um die Anti-Terror-Politik zwischen dem Demokraten Barack Obama und dem Republikaner John McCain entbrannt.

Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama ist am Mittwoch mit Experten in Fragen der nationalen Sicherheit zusammengekommen, um sein Konzept für eine neue US-Außenpolitik zu besprechen. Erst tags zuvor hatte er sich mit Vorwürfen seiner republikanischen Gegner konfrontiert gesehen, die ihm Naivität in der Anti-Terror-Politik vorwarfen.

Obama kam in einem Washingtoner Hotel mit seiner neuen 13-köpfigen Senior Working Group on National Security zusammen. Dieser gehören drei Berater an, die schon für seine Kontrahentin Hillary Rodham Clinton arbeiteten und die im Kabinett ihres Mannes Bill Clinton waren: die früheren US-Außenminister Madeleine Albright und Warren Christopher sowie der frühere Verteidigungsminister William Perry.

Es gebe zahlreiche große Gefahren, nicht nur den Terrorismus, erklärte Obama. Dazu gehörten die Weiterverbreitung von Atomwaffen, die Klimawandel, Armut, Völkermorde und Krankheiten. "Fast alle diese Gefahren sind im Laufe der vergangenen acht Jahre größer geworden."

Den Vorwurf der Naivität in der Anti-Terror-Politik konterte er schon am Dienstag. "Das sind die gleichen Kerle, die dabei geholfen haben, nach den Anschlägen vom 11. September den Irak-Krieg als Ablenkung zu konstruieren, in einer Zeit, als wir tatsächlich die Verantwortlichen für die Anschläge hätten festnageln können", sagte der Senator zu Reportern an Bord seines Wahlkampfflugzeugs.

Der Sicherheitsdirektor des designierten republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain, Randy Scheunemann, hatte erklärt, Obama verstehe nicht die "Natur des Feindes, dem wir gegenüberstehen". Der frühere CIA-Direktor James Woolsey, der McCain im Wahlkampf berät, hatte gesagt, Obama habe einen "extrem gefährlichen und extrem naiven Ansatz gegenüber dem Terrorismus". Der demokratische Politiker hatte sich dafür eingesetzt, bei dem Vorgehen gegen mutmaßliche Terroristen im Rahmen des Rechts und der amerikanischen Verfassung zu bleiben.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Barack Obama - Hoffnungsträger der Demokraten

(ap)