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Donald Trump hat Ärger mit der US-Flugsicherung

Unterwegs mit unregistriertem Flieger : Im schlimmsten Fall drohen Trump drei Jahre Haft

Für den Präsidentschaftswahlkampf fliegt Donald Trump seit Monaten kreuz und quer durch die USA. Dabei ist er oft mit seiner Cessna unterwegs. Doch es gibt US-Medienberichten zufolge ein Problem: Die Registrierung des Fliegers ist abgelaufen – und darauf stehen bis zu drei Jahre Haft.

Für den Präsidentschaftswahlkampf fliegt Donald Trump seit Monaten kreuz und quer durch die USA. Dabei ist er oft mit seiner Cessna unterwegs. Doch es gibt US-Medienberichten zufolge ein Problem: Die Registrierung des Fliegers ist abgelaufen — und darauf stehen bis zu drei Jahre Haft.

Im Wahlkampf sieht es für Donald Trump gerade sehr gut aus. In New York holte er mit 60 Prozent der Stimmen die Mehrheit bei den Vorwahlen — obwohl er ständig für negative Schlagzeilen sorgt. So auch aktuell. Wie die "New York Times" berichtet, könnte sich der Milliardär sogar strafbar gemacht haben. Heißt es jetzt etwa Gefängnis statt Oval Office?

Dem Bericht zufolge geht aus den Unterlagen der US-Flugsicherheitsbehörde (Federal Aviation Administration — FAA) hervor, dass die Cessna, mit der Trump seit sieben Monaten ständig fliegt, seit dem 31. Januar nicht mehr registriert ist. Laura J. Brown, Sprecherin der FAA, habe bestätigt, dass der Besitzer des Fliegers diese seitdem nicht erneuert habe.

Erst am Montag war Trump im Rahmen seiner Wahlkampftour mit der Cessna in der Luft. Doch in den USA müssen Flugzeuge registriert sein, um abheben zu dürfen, sonst drohen empfindliche Strafen. Davon abgesehen, dass die FAA die Cessna nun erst einmal stilllegen könnte, kann sie laut "New York Times" ein Bußgeld in Höhe von 27.500 US-Dollar verhängen. Dazu drohen im schlimmsten Fall noch einmal 250.000 US-Dollar Strafe im Falle einer Verurteilung und bis zu drei Jahre Haft.

Die Strafe oder eine mögliche Klage kann sich gegen den Besitzer, den Betreiber oder beide richten. Donald Trump besitzt die Cessna über eine GmbH. Hope Hicks, eine Sprecherin Donald Trumps, wollte sich dazu nicht äußern und sagte gegenüber der "New York Times" lediglich, dass die erneute Registrierung so gut wie abgeschlossen sei. Laut Laura J. Brown von der FAA habe eine solche Beantragung bis Dienstagmorgen jedoch nicht vorgelegen. Ob die FAA rechtliche Schritte unternehmen wolle, sagte sie nicht.

Seinen Wahlkampf muss Trump aber nicht unterbrechen. Neben der Cessna gehören ihm noch eine Boeing 757 und drei Sikorsky-Helikopter. Sie alle sind registriert. Eine solche Registrierung ist übrigens nicht teuer: Fünf US-Dollar fallen dafür an.

(jnar)