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Ermordungen von Lincoln bis Kennedy: Der Präsident im Fadenkreuz

Ermordungen von Lincoln bis Kennedy : Der Präsident im Fadenkreuz

Düsseldorf (RPO). Schon vier US-Präsidenten sind Attentaten zum Opfer gefallen. Abraham Lincoln, James A. Garfield, William McKinley und John F. Kennedy wurden erschossen. Nur verständlich ist es daher, dass die Amerikaner selbst bei bizarren Anschlags-Plänen wie jetzt im Fall des Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama aufschrecken.

Der 14. April 1865 begann für Abraham Lincoln als geschäftiger Tag. Kurz zuvor hatten die Südstaaten unter General Robert Edward Lee kapituliert - der amerikanische Bürgerkrieg war nach vier langen Jahren beendet. Lincoln, Präsident der siegreichen Unionsstaaten des Nordens, wurde in Washington von zahlreichen Gratulanten gefeiert.

Am Mittag saß der Präsident einem zweistündigen Kabinetts-Meeting vor. Der als großherzig bekannte Lincoln gab im Verlauf der Sitzung einem Gnadengesuch des zum Tode verurteilten Nordstaaten-Deserteurs Patrick Murphy statt. Es sollte die letzte Amtshandlung des Republikaners werden.

Das Bett mit Metallrahmen

16 Jahre später wurde Präsident James A. Garfield an der Pennsylvania-Station in Washington angeschossen. Charles J. Guiteau lautete der Name des Mannes, der am 2. Juli 1881 die Waffe zückte und feuerte. Der Attentäter hatte sich als Konsul in Paris beworben, die Stelle aber wegen psychischer Störungen nicht erhalten und Garfield dafür mitverantwortlich gemacht.

Bell fand die Kugel jedoch nicht - und Garfield starb schließlich an der folgenden Infektion. Später wurde festgestellt, dass der Präsident auf einem Bett mit Metallrahmen gelegen hatte und Bells Gerät wahrscheinlich deshalb versagte.

Das weiße Taschentuch

McKinley starb am 14. September 1901 an den Folgen seiner Verwundung - Nachfolger wurde Theodore Roosevelt, mit 42 Jahren der jüngste US-Präsident aller Zeiten. Attentäter Czolgosz wurde nach kurzer Verhandlung zum Tode durch den elektrischen Stuhl verurteilt und am 29. Oktober 1901 hingerichtet.

Unser Korrespondent Frank Herrmann hat den Wahlkampf aus nächster Nähe beobachtet. In unserer großen Leseraktion stellt er sich Ihren Fragen. Er weiß, was die Amerikaner bewegt und worauf es beim Urnengang ankommen wird. Antworten von einem Experten vor Ort - hier geht es zu unserer Fragenaktion.

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