Bernhard Langer: Golf-Profi bestreitet Info-Weitergabe an Trump

Angeblicher Zeuge von Wahlbetrug : Bernhard Langer darf in den USA gar nicht wählen

Der deutsche Golf-Profi Bernhard Langer hat bestritten, US-Präsident Donald Trump mit Informationen über einen vermeintlichen Wahlbetrug versorgt zu haben. Und seine Erklärung leuchtet ein.

Entsprechende Medienberichte seien falsch, erklärte Langer in einem am Donnerstag verbreiteten Statement. Trump soll laut "New York Times" bei einem Empfang im Weißen Haus erzählt haben, Langer habe nahe seines Wohnorts im Bundesstaat Florida in einem Wahllokal Schlange gestanden, bis ihn ein Wahlhelfer informiert habe, dass er nicht abstimmen könne.

Vor und hinter Langer hätten hingegen Menschen gestanden, "die nicht aussahen, als ob es ihnen erlaubt sein sollte, zu wählen", die aber gleichwohl abgestimmt hätten, zitierte das Blatt den Präsidenten.

Trump soll dann die Namen mehrerer lateinamerikanischer Länder heruntergerattert haben, aus denen diese Wähler möglicherweise gekommen seien. Die Geschichte hatte allerdings von vornherein einen Haken: Langer hat keine US-Staatsbürgerschaft und kein Stimmrecht in den USA - insofern gab es für den zweimaligen US-Masters-Gewinner keinen Grund, sich ins Wahllokal zu begeben.

Der 59-Jährige erklärte denn auch jetzt, die Geschichte über die "Situation" in dem Wahllokal stamme nicht von ihm und er habe sie auch nicht an den Präsidenten weitergeleitet. Vielmehr habe er die Geschichte von einem Freund gehört und sie dann einem anderen Freund weitererzählt. Dieser habe sie dann wiederum "einer Person erzählt, die Verbindungen zum Weißen Haus hat".

Der US-Präsident hatte in dieser Woche seinen Vorwurf erneuert, bei der Wahl hätten bis zu fünf Millionen Einwanderer ohne Aufenthalts- und Wahlrecht abgestimmt. Für diese Behauptung gibt es allerdings keinerlei bekannte Anhaltspunkte. Dennoch ordnete Trump eine großangelegte Untersuchung an.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Bernhard Langer

(isw/AFP)
Mehr von RP ONLINE