US-Wahl: Amerikanisches Trauma - ein Kommentar

US-Wahl: Amerikanisches Trauma

Wenn Hillary Clinton in dieser Woche Präsidentin würde, bliebe der Frust von Millionen Wohlstandsverlierern. Die Demokratin müsste sich im Amt neu erfinden.

In der jüngeren Geschichte der US-Präsidentschaftswahlen waren die Kandidaten noch nie so unbeliebt wie bei dieser Wahl. Wer eine Rede Donald Trumps im Internet in voller Länge schaut, erschreckt angesichts der intellektuellen Inkompetenz. Wie ein pubertierender Halbstarker poltert Trump durch Ressentiments und Halbwahrheiten.

Und Hillary Clinton? Sie hat in der E-Mail-Affäre gelogen, die Verstrickungen ihrer Stiftungen mit der Finanzelite sind tief und die politischen Methoden ihres Umfelds unappetitlich. Die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, dieser Sehnsuchtsort für Mutige, Kreative und Träumer, er präsentiert sich politisch abgewrackt.

Der Frust von Millionen Wohlstandsverlierern, die von Trumps Voodoo-Rezepten verführt werden (Mauern hoch, Steuern runter, Handel aussetzen), wird bleiben. Menschen, die an den amerikanischen Traum geglaubt haben, und in der Verschuldung aufwachten. Die Finanzkrise ist die Quelle des Trumpismus.

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Diese Volksbewegung wird weitermarschieren, wenn Hillary Clinton – wonach es aussieht – Präsidentin wird. Das grandiose Signal für alle Frauen auf der Welt, dass im Weißen Haus erstmals eine Frau sitzt, wird nur eine kurze Strahlkraft haben. Wenn Hillary Clinton Autorität, Respekt und Reputation gewinnen will, wird sie sich im Amt neu erfinden müssen.

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