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US-Wahl 2020: Joe Biden kritisiert Amazonas-Regenwald-Zerstörung in Brasilien

Kritik an Regenwald-Zerstörung : Brasiliens Präsident Bolsonaro nennt Bidens Äußerungen „katastrophal und unnötig“

Klimapolitik soll ein Schwerpunkt in Joe Bidens Präsidentschaft werden – daher erntete Jair Bolsonaro harte Kritik für die Zerstörung des Regenwaldes in Brasilien. Dieser antwortet nun auf seine Weise.

Der brasilianische Staatschef Jair Bolsonaro hat dem neugewählten US-Präsidenten Joe Biden mit einem harten Konflikt um die Klimapolitik gedroht. Zu Äußerungen Bidens, der im Wahlkampf die rasch fortschreitende Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes angeprangert hatte, sagte Bolsonaro am Dienstag, "allein mit der Diplomatie" ließen sich solche Konflikte nicht bewältigen. Dazu werde auch "Pulver" gebraucht.

Was er damit konkret meinte, führte der ultrarechte Staatschef nicht aus. Er sagte, das "Pulver" müsse nicht eingesetzt werden, doch müsse die andere Seite "wissen, dass wir es haben".

Bolsonaro hat Biden bislang nicht zu seinem Wahlsieg gratuliert, im Unterschied zu vielen anderen Staats- und Regierungschefs rund um die Welt. Bolsonaro ist ein Anhänger von US-Präsident Donald Trump, der seine Wahlniederlage bislang nicht anerkennt.

Im Vorfeld der US-Wahl hatte der brasilianische Präsident offen seine Hoffnung auf einen Sieg Trumps bekundet. Die Äußerungen Bidens, der Brasilien wegen der Vernichtung des Amazonaswaldes mit wirtschaftlichen Sanktionen gedroht hatte, nannte Bolsonaro "katastrophal und unnötig".

Umweltschützer machen Brasiliens Präsidenten für diese Zerstörungen mitverantwortlich. Sie werfen ihm die Begünstigung von Brandrodungen vor. Unter Bolsonaro hat die Vernichtung des Regenwaldes im Amazonasgebiet dramatisch zugenommen. Der Amazonaswald ist für den Schutz des Erdklimas von zentraler Bedeutung - er gilt als "grüne Lunge" des Planeten. Biden will den Klimaschutz zu einem der Schwerpunkte seiner Präsidentschaft machen.

(june/AFP)