US-Vorwahlen: Bernie Sanders gewinnt Vorwahl in West Virginia

US-Präsidentschaftswahl: Bernie Sanders gewinnt Vorwahl in West Virginia

Bernie Sanders hatte bei der Vorwahl in West Virginia die Nase vorn, doch Hillary Clinton fehlen nur noch wenige Delegierte, um die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten zu werden.

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat sich bei der Vorwahl im US-Staat West Virginia gegen Hillary Clinton durchgesetzt. Trotz seines neuerlichen Erfolgs kann der Senator von Vermont den Griff seiner Rivalin nach der Nominierung nach wie vor aber kaum lockern.

Vor der Vorwahl vom Dienstag fehlten Clinton weniger als 200 der mindestens 2383 Delegierten, die sie für die Kür zur offiziellen Präsidentschaftskandidatin der Demokraten bräuchte. Um sich die Nominierung zu sichern, müsste sie nur 17 Prozent der bei den verbliebenen Vorwahlen verfügbaren Wahlmänner und Wahlfrauen zu gewinnen.

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Das bedeutet, dass Clinton in allen verbleibenden Vorwahlstaaten mit großem Abstand verlieren und letztlich dennoch als die Kandidatin hervorgehen könnte - solange die Superdelegierten zu ihr halten.
Dabei handelt es sich um Parteifunktionäre, die sich beim Parteitag im Juli frei für einen der Bewerber entscheiden können. Die meisten haben sich bisher auf Clinton festgelegt.

Tatsächlich hat die ehemalige Außenministerin bereits die Hauptwahl im Herbst und ihren voraussichtlichen Gegner Donald Trump in den Blick genommen. Dieser sicherte sich am Dienstag erwartungsgemäß weitere Vorwahlsiege in West Virginia und Nebraska. Nachdem Trumps Rivalen Ted Cruz und John Kasich vergangene Woche aus dem Rennen ausgestiegen waren, ist der Weg zur Nominierung für den Milliardär praktisch frei.

(tak/ap)
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