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US-Sondergesandter Sung Kim drängt Nordkorea zu neuen Gesprächen

Nach Militärübung Südkoreas : US-Sondergesandter drängt Nordkorea zu neuen Gesprächen

Der Sondergesandte Sung Kim betont, zu jeder Zeit zu Gesprächen mit beiden Seiten bereit zu sein. Nordkorea hatte laufende Militärübungen von Südkorea und den USA als Vorbereitung zum Krieg kritisiert.

Der US-Sondergesandte für Nordkorea hat seine Gesprächsbereitschaft mit der Führung in Pjöngjang betont. Er sei jederzeit und an jedem Ort zu Verhandlungen bereit, sagte Sung Kim am Montag nach Gesprächen in Südkorea. Die von Nordkorea kritisierten Militärübungen Südkoreas und der USA seien ein Routinemanöver und defensiver Natur. Nordkorea hat die derzeit laufenden Manöver als Vorbereitung zum Krieg kritisiert.

Kim sagte, er habe mit dem südkoreanischen Spitzendiplomaten Noh Kyu Duk unter anderem über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit Nordkorea im Kampf gegen die Corona-Pandemie, bei Hygiene und Wasserversorgung gesprochen. Konkrete Pläne gaben die beiden nicht bekannt. Kim traf zudem den russischen Vize-Außenminister Igor Morgulow, der ebenfalls in Südkorea war.

Die Gespräche zwischen Nordkorea und den USA liegen seit dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen dem damaligen Präsidenten Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un Anfang 2019 praktisch auf Eis. Damals hatte Kim eine Reduktion des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals angeboten und im Gegenzug eine deutliche Lockerung von US-Sanktionen verlangt. Den USA ging Kims Angebot jedoch weit genug. Später sprach sich Kim für eine stärkere nukleare Abschreckung aus. Trumps Nachfolger Joe Biden wirft er eine feindselige Politik vor und hat dessen Gesprächsangebote zurückgewiesen.

(lils/dpa)