Solidarität für Terror-Opfer: US-Regierung gesteht nach Gedenkmarsch in Paris Fehler ein

Solidarität für Terror-Opfer : US-Regierung gesteht nach Gedenkmarsch in Paris Fehler ein

Die USA haben es als Fehler bezeichnet, keinen hochrangigen Vertreter zum Gedenkmarsch für die Terror-Opfer nach Paris geschickt zu haben. "Wir hätten jemanden mit einem höheren Profil schicken sollen", gestand Präsident Barack Obamas Sprecher Josh Earnest ein.

Die USA stünden jedoch hinter den Franzosen, sagte Earnest. Den Marsch mit mehr als 1,5 Millionen Menschen bezeichnete er als bemerkenswert. Earnest sagte nicht, was zu der Entscheidung des Weißen Hauses geführt habe, lediglich Botschafterin Jane Hartley zu der Demonstration zu entsenden.

Obama war für seine Abwesenheit bei dem Marsch zum Gedenken der 17 Opfer der islamistischen Anschläge in Frankreich kritisiert worden. Daran hatten an der Seite von Präsident François Hollande mehr als 40 Staats- und Regierungschefs teilgenommen. Zwar hielt sich US-Justizminister Eric Holder zu Gesprächen mit Sicherheitsvertretern in Paris auf, bei dem Solidaritätsmarsch wurden die USA allerdings durch die Botschafterin Jane Hartley vertreten.

Earnest verwies auf die umfassenden Sicherheitsvorschriften, die bei Besuchen des US-Präsidenten zu beachten seien, und betonte, dass die Planung für den Marsch in Paris erst Freitagabend begonnen habe. Nun will US-Außenminister John Kerry am Donnerstag und Freitag Paris besuchen, um Solidarität zu zeigen.

(dpa, AP)