US-Militär untersuchte mögliche Bedrohung seiner Soldaten in Deutschland

Kurz vor geplantem Großmanöver in Europa : US-Militär untersuchte mögliche Bedrohung seiner Soldaten in Deutschland

Schon bald soll ein Großmanöver des US-Militärs in Europa starten. Nun hat die Armee nach eigenen Angaben eine mögliche Bedrohung für die Soldaten in Deutschland überprüft.

Am Samstagabend sei eine "potentielle Gefahr identifiziert und untersucht" worden, sagte eine Sprecherin des US-Militärs in Europa der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Deutsche und US-Behörden wurden demnach herangezogen, aber "keine unmittelbare Gefahr" ausgemacht.

Zuerst hatte das US-Magazin "Newsweek" am Sonntag über den Vorgang berichtet. Demzufolge hatten die USA Informationen über einen möglicherweise bevorstehenden Angriff auf ihre in Deutschland stationierten Militärangehörigen erhalten. Als mögliche Ziele wurden in dem Bericht die US-Standorte im bayerischen Grafenwöhr und im nordrhein-westfälischen Dülmen genannt.

Laut dem "Newsweek"-Bericht wurde ein Angriff eines "unbekannten jordanischen Extremisten" befürchtet, der sich derzeit in Deutschland in der Nähe eines unbekannten Militärstützpunktes aufhalte.

Der Vorgang fällt unmittelbar in die Vorbereitung des US-Großmanövers "Defender Europe 2020". Dabei sollen rund 20.000 US-Soldaten vor allem nach Osteuropa verlegt werden. Bei dem bis Ende Mai angesetzten Manöver wird Deutschland nach Angaben der US-Armee ein "logistisches Zentrum" sein.

Die Bundeswehr wird sich mit bis zu 1500 Soldaten als Unterstützung der US-Truppenverlegungen beteiligen. Zudem beteiligt sich die Bundeswehr mit bis zu 4000 Soldaten an den eigentlichen Manövern. In Deutschland sind Manöver der Bundeswehr zusammen mit US-Streitkräften in Bergen sowie mit weiteren Nato-Verbündeten in Grafenwöhr geplant.

mkü/mid

(ala/AFP)