US-Luftwaffe gehen die Kampfpiloten aus

Air Force : US-Luftwaffe gehen die Kampfpiloten aus

Die US-amerikanische Luftwaffe kämpft mit einem akuten Mangel an Kampfpiloten. Hunderte Stellen sind unbesetzt. Und es könnte noch schlimmer werden.

"Es ist eine Krise", sagte Generalstabschef David Goldfein in Washington. In nur wenigen Jahren könnte die Air Force etwa Tausend Kampfpiloten zu wenig haben, sagte die für die Luftwaffe zuständige Staatssekretärin Deborah James. Derzeit seien mehr als 700 der insgesamt etwa 3500 Stellen nicht besetzt.

Als einen Grund für den Pilotenmangel nannte Goldfein die Abwerbebemühungen von Fluglinien, die Piloten mit höheren Gehältern und anderen Vergünstigungen locken. Mit einem Bleibebonus von 35.000 Dollar (31.000 Euro) im Jahr sollen Piloten bei der Luftwaffe gehalten werden. Bislang zahlte die Air Force Piloten, die ihren Dienst verlängern, 25.000 Dollar Bleibebonus.

Eine weitere Schwierigkeit sei, dass die Piloten wegen der vielen Einsätze im Ausland lange Zeit getrennt von ihren Familien seien. Auch hier versprach Generalstabschef Goldfein mehr Unterstützung. Zudem werde über verbesserte Trainingsangebote nachgedacht. Die US-Luftwaffe fliegt derzeit Einsätze gegen die Terrormiliz IS in Syrien, Libyen und im Irak.

(crwo/dpa)
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