US-Befreiungsaktion mit Drohneneinsatz im Jemen

Unklarer Ausgang : US-Befreiungsaktion mit Drohneneinsatz im Jemen

Das US-Militär hat zusammen mit jemenitischen Sicherheitskräften einen Einsatz zur Befreiung einer US-Geisel im Südosten des Jemen gestartet. Dies verlautete am Samstag aus Sicherheitskreisen.

Das Verteidigungsministerium in Sanaa sprach von einer großangelegten Operation in der Provinz Schabwa, bei der zehn Al-Kaida-Kämpfer getötet worden seien. Während das Ministerium erklärte, der US-Fotojournalist Luke Somers sei bei der Kommandoaktion befreit worden, meldeten US-Medien, der Mann sei bei dem Einsatz ums Leben gekommen.

Vertreter der Sicherheitskräfte hatten zuvor gesagt, bei einem US-Drohnenangriff in der Region Nusab seien neun mutmaßliche Kämpfer der Extremistengruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap) getötet worden. Ein Stammesführer sagte, es seien auch Fallschirmjäger über dem Gebiet abgesprungen. Es handele sich bei dem Einsatz offenbar um einen erneuten Versuch, eine US-Geisel aus der Gewalt der Extremisten zu befreien. Einwohner der Region Nusab berichteten von einem Feuergefecht und heftigen Explosionen.

Die US-Streitkräfte hatten bereits Ende November in der Region versucht, Somers zu befreien. Die Extremisten drohten am Donnerstag in einem Internetvideo, den im September 2013 in der Hauptstadt Sanaa entführten Mann zu töten. Die Geisel werde binnen drei Tagen nach Veröffentlichung des Videos getötet, sollten die USA die Forderungen der Gruppe nicht erfüllen, hieß es in dem Video.

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte am Donnerstag, dass US-Soldaten und jemenitische Sicherheitskräfte versucht hätten, Somers zu befreien. Laut der Zeitung "New York Times" wurden bei der Kommandoaktion acht Geiseln anderer Nationalitäten befreit, doch sei Somers kurz zuvor verlegt worden.

Die US-Streitkräfte, die als Einzige in der Region über Kampfdrohnen verfügen, fliegen regelmäßig Angriffe auf Rebellen im Jemen. Sie äußern sich in der Regel nicht zu den Angriffen oder ihren Zielen. Washington betrachtet Aqap als den gefährlichsten Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

(AFP)