1. Politik
  2. Ausland

Chinesische Mission in Pjöngjang: UN-Sicherheitsrat verschiebt Abstimmung über Nordkorea

Chinesische Mission in Pjöngjang : UN-Sicherheitsrat verschiebt Abstimmung über Nordkorea

Washington/Tokio (rpo). Der UN-Sicherheitsrat hat seine Abstimmung über eine Resolution zu den Raketentests Nordkoreas verschoben. Japan schlug vor, zunächst eine chinesische Delegationsreise abzuwarten. US-Außenministerin Condoleezza Rice bescheinigte der Aktion Chinas "gewisse Erfolgsaussichten".

Die Delegation aus Peking war zuvor am Montag in Pjöngjang eingetroffen. Der japanische Kabinetts-Sekretär Shinzo Abe sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo, das Votum im Sicherheitsrat solle um "mehrere Tage" verschoben werden.

Der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi hatte bereits angekündigt, dass sein Land nicht auf einer Abstimmung schon am Montag bestehen werde. Dadurch solle den von China angeführten diplomatischen Bemühungen mehr Zeit gegeben werden. Der Sicherheitsrat hatte allerdings noch keinen Termin für das Votum festgelegt. Das Gremium sollte ursprünglich an diesem Montag einen Zeitpunkt für die Abstimmung festsetzen.

Japan hat einen Resolutionsentwurf in das mächtigste UN-Gremium eingebracht, der Sanktionen gegen Nordkorea als Reaktion auf die Raketentests vorsieht. Der Text beinhaltet ein Embargo auf alle Rüstungsgüter, die für Raketen und Massenvernichtungswaffen verwendet werden können. Der Entwurf wird von den USA und den übrigen westlichen Staaten in dem Gremium unterstützt. Die Verhandlungen im Rat gestalteten sich in den vergangenen Tagen aber sehr schwierig, da China und Russland alle Sanktionen gegen Nordkorea ablehnen.

(afp)