UN-Resolutionsentwurf zu Syrien-Konflikt: Deutschland fordert Waffenruhe

UN-Resolutionsentwurf : Drei Millionen Zivilisten in Gefahr – Deutschland fordert sofortige Waffenruhe in Syrien

Sofortige Waffenruhe und humanitärer Zugang sind einige der Forderungen, die der gemeinsame UN-Resolutionsentwurf von Deutschland, Belgien und Kuwait enthält. Die Uno sieht wegen des Syrien-Konfliktes etwa drei Millionen Zivilisten in Gefahr.

Deutschland, Belgien und Kuwait haben einen Resolutionsentwurf für die syrische Rebellenbastion Idlib in den UN-Sicherheitsrat eingebracht. In dem Text, den die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag einsehen konnte, wird unter anderem eine sofortige Waffenruhe und humanitärer Zugang ohne jegliche Beschränkungen gefordert. In der Region im Nordwesten Syriens sind nach Angaben des UN-Sondergesandten Geir Pedersen drei Millionen Zivilisten in Gefahr.

Russland und die Türkei hatten im vergangenen September im südrussischen Sotschi eine Waffenruhe zwischen den überwiegend islamistischen Rebellen und den Regierungstruppen in Idlib vereinbart. Durch das Abkommen wurde eine damals drohende Offensive von Machthaber Baschar al-Assad abgewendet, doch wurde die Vereinbarung nie komplett umgesetzt.

Seit Ende April gehen die Assad-Truppen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe wieder verstärkt gegen Rebellen und Dschihadisten in der letzten Rebellenbastion des Landes vor.

Am Mittwochabend sind bei einem Luftangriff der syrischen Armee auf eine Stadt in Idlib sind auch mehrere Kinder ums Leben gekommen. Insgesamt seien bei den Bombardements auf Maaret al Numaan am späten Mittwochabend 15 Menschen getötet worden, darunter vier Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. 30 Menschen seien verletzt worden, viele von ihnen schwer. Aktivisten veröffentlichten Bilder von toten und verletzten Kindern.

(anst/dpa/AFP)
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