Krise in der Ukraine Neue Gefechte in Slawjansk ausgebrochen

Slawjansk · In der ost-ukrainischen Stadt Slawjansk haben sich Regierungstruppen erneut Gefechte mit pro-russischen Kräften geliefert. Die Separatisten hätten den Fernsehturm sowie Soldaten mit Granatwerfern beschossen.

Ukraine-Krise: Kämpfe in Mariupol fordern Tote
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Das teilte Innenminister Arsen Awakow am Montag bei Facebook mit. Es gebe keine Verletzten. Awakow warf den Kämpfern vor, sich in Wohnungen von Zivilisten zu verschanzen.

Die russische Staatsagentur Ria Nowosti meldete, die Regierungseinheiten hätten Kontrollpunkte der Separatisten am Stadteingang angegriffen. Das Mobilfunknetz sei gestört. Die Stadt mit 125.000 Einwohnern wird weitestgehend von den Separatisten beherrscht und ist vom Militär umstellt, das mit einem "Anti-Terror-Einsatz" die Macht in der Region zurückgewinnen will.

Im Gebiet Donezk ist nach einem Radiobericht ein Journalist der kremlkritischen Zeitung "Nowaja Gaseta" verschleppt worden. Pawel Kanygin habe in der Nacht noch eine SMS mit einer Bitte um Hilfe an mehrere Kollegen abschicken können, berichtete der Sender Echo Moskwy. Nun sei Kanygins Telefon nicht mehr erreichbar. Für die vom Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow mitgegründete "Nowaja Gaseta" hatte auch die 2006 ermordete Kremlkritikerin Anna Politkowskaja gearbeitet.

(dpa)
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