Ukraine-Krise - Wladimir Putin besteht auf Gespräche

Ukraine-Krise : Putin fordert Ende des Militäreinsatzes

Zwei Tage vor einem Krisen-Gipfel zur Ukraine hat Russlands Präsident Wladimir Putin erneut direkte Verhandlungen zwischen der Regierung in Kiew und den Separatisten gefordert. Er betonte die Wichtigkeit einer Feuerpause und verlangte von der Ukraine ihre "Strafaktion" im Osten des Landes zu beenden.

Die ukrainische Führung müsse auf ihre Bevölkerung hören sowie eine Einigung mit allen politischen Kräften und Regionen des Landes finden, sagte Putin laut einer Mitteilung des russischen Präsidialamtes der ägyptischen Staatszeitung "Al-Ahram". Die wichtigste Voraussetzung für die Stabilisierung des Landes sei eine sofortige Feuerpause. Putin besucht ab Montag zwei Tage lang Ägypten.

Putin forderte demnach ein Ende des Militäreinsatzes im Osten der Ukraine. Bei diesem handele es sich in Wirklichkeit um eine "Strafaktion". Auch Kiews Versuche, wirtschaftlichen Druck auf die Donbass-Region auszuüben, müssten enden. Eine Aufforderung an die Aufständischen, das Feuer einzustellen, enthielt das Interview nicht.

Russland sieht sich nicht als Teil des blutigen Konflikts in der Ostukraine. Die Führung in Kiew wirft Moskau Waffenlieferungen an Separatisten vor. Russland weist dies zurück. Mehrere Versuche, den Konflikt diplomatisch zu lösen, waren zuletzt gescheitert. Ein Vierergipfel am Mittwoch in Minsk - unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Putin - soll eine Friedenslösung bringen.

(dpa)