Ukraine-Krise - Frank-Walter Steinmeier bereitet Gespräche vor

Ukraine-Krise : Außenminister einigen sich auf baldigen Gesprächstermin

Im Ringen um eine Lösung des Ukraine-Konflikts streben alle Beteiligten ein baldiges Treffen der Kontaktgruppe an. Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich nach Aussagen des Außenministeriums bereits in einer Vierer-Telefon-Konferenz mit dem ukrainischen Außenminister Pawlo Klimkin, dem russischen Vertreter Sergej Lawrow und dem französischen Außenminister Laurent Fabius beraten.

Im Mittelpunkt der Beratungen hätten die Lage in der Ostukraine und "nächste Schritte zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen" gestanden, hieß es. "Es bestand Einvernehmen, dass ein Treffen der Kontaktgruppe so bald wie möglich stattfinden sollte." Die Außenminister hätten vereinbart, die Arbeit daran gemeinsam fortzusetzen.

Der Kontaktgruppe gehören Vertreter Russlands, der Ukraine, der prorussischen Rebellen in der Ostukraine und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an. Die in der weißrussischen Hauptstadt Minsk getroffenen Vereinbarungen zwischen den Konfliktparteien sehen unter anderem eine Waffenruhe vor.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte am Montag mitgeteilt, er wolle sich am 15. Januar in der kasachischen Hauptstadt Astana im sogenannten Normandie-Format mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin, Frankreichs Präsidenten François Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen. Damit bezog er sich auf ein Treffen der vier Politiker am 6. Juni in der Normandie anlässlich des Gedenkens an die Landung der Alliierten in Frankreich im Jahr 1944. Ein zweites Treffen im gleichen Format folgte im Oktober in Mailand.

Seit dem Frühjahr 2014 liefern sich ukrainische Regierungstruppen und prorussische Rebellen im Osten des Landes heftige Gefechte. Dabei wurden seit April mehr als 4700 Menschen getötet. Eine mehrfach beschlossene Waffenruhe wird immer wieder verletzt. Der Westen wirft Russland vor, die Rebellen militärisch zu unterstützen. Der Kreml weist dies zurück.

(AFP)
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