Ukraine-Krieg eskaliert vor dem geplanten Krisengipfel in Minsk

Berlin : Ukraine-Krieg eskaliert vor Krisengipfel

Offenbar gibt es aber Anzeichen für eine Einigung auf eine Feuerpause. Kurz vor dem geplanten Krisentreffen von Kanzlerin Angela Merkel und Kremlchef Wladimir Putin in der weißrussischen Hauptstadt Minsk sind die Kämpfe im Südosten des Landes erneut eskaliert. Die ukrainischen Streitkräfte vermeldeten eine Offensive.

Die russische Agentur Tass berichtete unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Informanten, die Gruppe habe sich unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf eine Feuerpause und den Rückzug schwerer Waffen geeinigt. Dafür gab es aber zunächst keine Bestätigung.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier telefonierte mit seinen Amtskollegen in Kiew und Moskau und appellierte an ihre Verständigungsbereitschaft. Aus Moskau hieß es, dass es wohl kein neues Abkommen, sondern lediglich eine Erklärung der vier Staats- und Regierungschefs Putin, Petro Poroschenko, François Hollande und Merkel geben werde. Bei den Verhandlungen in Minsk will die Bundesregierung einen Waffenstillstand erreichen. US-Präsident Barack Obama forderte den Kremlchef telefonisch auf, die Chance zu einer friedlichen Beilegung des Konfliktes zu nutzen; andernfalls würden schwerwiegende Konsequenzen drohen.

Sollte es nicht gelingen, in den nächsten Tagen einen Waffenstillstand zu erreichen, plant die EU weitere Sanktionen gegen Russland.

(dpa/RP)
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