Ukraine-Konflikt - Kämpfe sollen schon 50.000 Opfer gefordert haben

Ukraine-Konflikt : Kämpfe sollen schon 50.000 Menschenleben gefordert haben

Im gewaltsamen Konflikt in der Ostukraine könnten bereits bis zu 50.000 Soldaten und Zivilisten getötet worden sein. In Sicherheitskreisen heißt es einem Medienbericht zufolge, die offiziellen Zahlen seien zu niedrig und unglaubwürdig.

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise, dass die offiziell angegebenen Zahlen eindeutig zu "niedrig und unglaubwürdig" seien. Nach heftigen Gefechten würden oft einstellige Totenzahlen gemeldet, obwohl es in Wirklichkeit dutzende Tote gegeben haben müsse, hieß es weiter.

Die Zahl von bis zu 50.000 Toten liegt in etwa zehn Mal höher als von den Vereinten Nationen und ukrainischen Behörden genannte Opferzahlen. Die offiziellen Angaben liegen bei 1200 getöteten Soldaten und 5400 Zivilisten. Alle bisherigen Versuche, den Konflikt zwischen der ukrainischen Staatsführung und prorussischen Separatisten auf politischem Wege zu lösen, scheiterten bislang.

Zuletzt starteten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande eine neue diplomatische Initiative, die fortgesetzt werden soll.

(AFP)