Waffenlieferungen in die Ukraine Spiel mit dem Feuer

Meinung | Berlin/Düsseldorf · Deutschland gerät zunehmend unter Kritik, weil es der Ukraine keine Waffen liefern will. Doch genau dafür gibt es gute Gründe – die nichts mit Feigheit zu tun haben.

 Ein Konvoi gepanzerter russischer Fahrzeuge bewegt sich über eine Autobahn auf der Krim. Russland hat schätzungsweise 100.000 Soldaten mit Panzern und anderen schweren Waffen in der Nähe der Ukraine zusammengezogen.

Ein Konvoi gepanzerter russischer Fahrzeuge bewegt sich über eine Autobahn auf der Krim. Russland hat schätzungsweise 100.000 Soldaten mit Panzern und anderen schweren Waffen in der Nähe der Ukraine zusammengezogen.

Foto: dpa/Uncredited

Die Ukraine ist ein befreundetes Land, aber nicht unser Verbündeter. Aus gutem Grund hat ihr die Nato noch kein Beitragsangebot gemacht. Das spielt jetzt auch bei der Frage mit, ob Deutschland Waffen in diese Krisenregion liefern soll, ein wichtiges Thema. Das Ziel der Nato und vor allem des europäischen Teils dieses Bündnisses muss sein, die Ukraine vor einem Einmarsch zu bewahren und die Krise zu deeskalieren. Bei beiden Punkten fordert Russlands Präsident Wladimir Putin den Westen heraus, will seine Standhaftigkeit und Einheit testen und sein Land als die alte und neue Supermacht etablieren. Gebietsgewinne in der Ukraine oder womöglich die Einnahme des ganzen Landes kämen ihm dabei zupass.