Syrischer Konflikt: Türkisches Parlament billigt Militäreinsätze

Syrischer Konflikt : Türkisches Parlament billigt Militäreinsätze

Das türkische Parlament hat der Regierung und der Armee am Donnerstag grünes Licht für eine militärische Intervention im Nachbarstaat Syrien gegeben.

In nicht-öffentlicher Sitzung stimmten 286 Abgeordnete für das auf ein Jahr befristete Mandat für Auslandseinsätze, 92 dagegen, wie der Nachrichtensender CNN-Türk meldete. Laut einer Meldung des türkischen Senders NTV erhielt die Vorlage 320 Ja-Stimmen.

Oppositionspolitiker hatten vor der Abstimmung kritisiert, die Vollmacht an Regierung und Armee sei zu weitgehend. Die Regierung hatte die Vorlage für das Mandat im Schnellverfahren ins Parlament eingebracht, nachdem am Mittwoch fünf Zivilisten bei syrischem Artilleriebeschuss auf die türkische Grenzstadt Akcakale ums Leben kamen.

Syrien setzt Artillerie-Angriffe fort

Die Türkei hat ihre Artillerie-Angriffe auf syrische Ziele am Donnerstagmorgen wieder aufgenommen. Das berichteten die staatlichen Medien in der Türkei. Bei dem Vergeltungsangriff der Türkei als Reaktion auf den Beschuss eines Grenzortes durch syrische Granaten waren am Mittwoch nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation mehrere syrische Soldaten getötet worden.

Die Türkei will nach Angaben eines ranghohen Beraters von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan keinen Krieg mit dem Nachbarland Syrien beginnen. "Die Türkei hat kein Interesse an einem Krieg mit Syrien. Aber die Türkei ist in der Lage, ihre Grenzen zu schützen und wenn nötig zurückzuschlagen", erklärte Ibrahim Kalin am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die politischen und diplomatischen Initiativen würden fortgesetzt.

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(dpa)