Türkei: US-Botschaft in Ankara wegen möglicher Terrorbedrohung zu

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in Türkei: US-Botschaft in Ankara wegen möglicher Terrorbedrohung zu

Die US-Botschaft in der Türkei bleibt wegen einer möglichen Terrorbedrohung an diesem Dienstag den zweiten Tag in Folge geschlossen. Die Botschaft rief amerikanische Staatsbürger dazu auf, die diplomatische Vertretung in der Hauptstadt Ankara und auch Menschenansammlungen zu meiden.

Die türkischen Behörden verschärften die Sicherheitsmaßnahmen. In einer Mitteilung des Gouverneurs von Ankara hieß es, Grundlage seien US-Informationen über eine mögliche terroristische Bedrohung, die sich gegen die amerikanische Botschaft und gegen Plätze richte, an denen sich Amerikaner aufhielten.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, bei einer Operation der türkischen Sicherheitskräfte gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Ankara seien zwölf ausländische Verdächtige festgenommen worden. Vier weitere mutmaßliche IS-Anhänger seien auf der Schnellstraße von Ankara in die Schwarzmeerstadt Samsun beziehungsweise in Samsun selbst gefasst worden. Bei ihnen handele es sich um Iraker. Unklar blieb, ob die Festnahmen in direktem Zusammenhang mit der Bedrohung gegen die Botschaft standen.

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In den Jahren 2015 und 2016 war es in Ankara zu mehreren schweren Anschlägen mit zahlreichen Toten gekommen. Der türkische Vize-Ministerpräsident Bekir Bozdag sagte am Montag nach Angaben von Anadolu, bei insgesamt 20 IS-Angriffen in der Türkei seien in den vergangenen Jahren 310 Menschen ums Leben gekommen. 4043 mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz seien festgenommen worden.

(gaa)