Türkei: PKK übernimmt Verantwortung für Anschlag auf Polizeiwache

Ankara und Midyat: PKK übernimmt Verantwortung für Anschläge in der Türkei

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hat die Verantwortung für die beiden Anschläge mit 14 Toten in der Türkei übernommen.

Für den Bombenanschlag in Istanbul auf einen Polizeibus hat sich eine PKK-Splittergruppe auf ihrer Internetseite bekannt. Es habe sich um Rache für getötete PKK-Kämpfer in der südosttürkischen Stadt Nusaybin gehandelt, teilten die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) am Freitag auf ihrer Internetseite mit. Bei dem Attentat in der Altstadt der türkischen Metropole waren am Dienstag elf Menschen getötet worden, darunter sechs Polizisten.

"Wir warnen erneut alle ausländischen Touristen, die in der Türkei sind oder in die Türkei kommen möchten. Ausländer sind nicht unsere Zielscheibe, aber die Türkei ist nicht länger ein sicheres Land", heißt es in dem Bekennerschreiben.

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In einer weiteren am Donnerstag veröffentlichten Erklärung identifizierte die Rebellengruppe den Selbstmordattentäter als "Dirok Amed". Bei dem Anschlag in der Stadt Midyat waren am Mittwoch drei Polizisten und drei Zivilisten getötet worden. Außerdem wurden mehr als 50 Menschen verletzt.

Die kurdische Arbeiterpartei wird von Ankara und seinen Verbündeten als Terrororganisation eingestuft.

(felt/ap)
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