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Freihandelsabkommen: Türkei droht mit Aussetzung der Zollunion

Freihandelsabkommen : Türkei droht mit Aussetzung der Zollunion

Die Türkei hat mit der Aussetzung der Zollunion mit der Europäischen Union gedroht, sollten die Pläne für ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU voranschreiten. Ankara fühlt sich in der aktuellen Debatte nicht berücksichtigt und befürchtet Wettbewerbsnachteile.

Der türkische Europaminister Volkan Bozkir habe bei einem Besuch in Oslo zudem gefordert, die Türkei in das Abkommen einzubeziehen, berichtete die Zeitung "Hürriyet" am Mittwoch.

Der EU-Beitrittskandidat Türkei ist mit der EU seit den 1990er Jahren in einer Zollunion verbunden. Mit dem Handels- und Investitionsabkommen TTIP ("Transatlantic Trade and Investment Partnership") soll zwischen den USA und der Europäischen Union der größte Wirtschaftsraum der Welt entstehen.

Schon im vergangenen Jahr hatte der damalige türkische Außenminister und jetzige Ministerpräsident Ahmet Davutoglu gefordert, die Türkei müsse Teil des geplanten Freihandelsabkommens sein. Andernfalls entstehe ein unfairer Wettbewerb zulasten des Landes.

Bozkir bezifferte laut Hürriyet" den Verlust der Türkei bei einem Abschluss des Abkommens auf drei Milliarden US-Dollar (rund 2,4 Millarden Euro). Nicht-EU Mitgliedsländer wie die Türkei, Norwegen und die Schweiz befürchten wirtschaftliche Nachteile durch das Freihandelsabkommen.

(dpa)