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Trump will weiter Geld aus Corona-Hilfspaket für Umbau von FBI-Zentrale

Corona-Hilfspaket in den USA : Trump will weiter Geld für Umbau von FBI-Zentrale

US-Präsident Donald Trump hat Forderungen der Demokraten nach Unterstützung für angeschlagene Städte im Coronavirus-Hilfspaket abgelehnt. Der Kongress und das Weiße Haus verhandelten den dritten Tag über ein neues Hilfspaket. Das aktuelle läuft am Freitag aus.

Zugleich kritisierte er Mitglieder seiner Republikanischen Partei, die seinen Antrag auf Gelder für einen Umbau der FBI-Zentrale im Rahmen des Hilfspakets ablehnen. Sie sollten „zurück auf die Schulbank“, sagte er am Mittwoch im Weißen Haus an der Seite von Finanzminister Steven Mnuchin.

Der ranghöchste Republikaner im US-Senat, Mitch McConnell, hatte sich gegen Gelder für einen Umbau der FBI-Zentrale ausgesprochen, da dies nichts mit der Pandemie zu tun habe. Trump hatte gefordert, dass knapp 1,8 Milliarden Dollar für den Umbau des Hauptquartiers der Bundespolizei an dessen derzeitigem Ort in Washington vorgesehen werden.

Demokraten haben Trump vorgeworfen, den Umbau aus Eigeninteresse anzustreben. Die FBI-Zentrale befindet sich gegenüber einem Hotel von Trump, nicht weit vom Weißen Haus entfernt. Sollte das FBI umziehen und dort ein neues Hotel gebaut werden, gäbe es Konkurrenz für das Trump International Hotel. Das aktuelle FBI-Gebäude stammt von 1974 und ist baufällig, nicht alle FBI-Mitarbeiter haben dort Platz.

Der Kongress und das Weiße Haus verhandelten am Mittwoch den dritten Tag in Folge über ein neues Coronavirus-Hilfspaket. Die Demokraten haben ein Paket über drei Billionen Dollar vorgeschlagen, von den Republikanern liegt ein Gegenvorschlag über eine Billion Dollar vor. Das aktuelle Hilfspaket läuft am Freitag aus. Sollte es keine Einigung geben, stehen Arbeitslosenhilfe, die Wiedereröffnung von Schulen und der Schutz vor Zwangsräumungen für Millionen Amerikaner auf dem Spiel. „Bis jetzt sind wir sehr weit auseinander“, sagte Mnuchin am Mittwoch.

(ahar/dpa)