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Trump-Unterstützer in Not: Prominenter US-Christ stürzt über Sexskandal

Trump-Unterstützer in Not : Prominenter fundamentalistischer US-Christ stürzt über Sexskandal

Jerry Falwell Jr. engagiert sich leidenschaftlich für Donald Trump. Als Sohn eines fundamentalistischen US-Predigers leitet er eine christliche Universität - und muss nun nicht nur kompromittierende Fotos erklären.

In den USA ist der erzkonservative Prediger und Trump-Unterstützer Jerry Falwell Jr. über einen Sexskandal gestürzt. Nach Berichten über sein Sexualleben trat der 58-Jährige am Montag (Ortszeit) als Leiter einer führenden christlichen Universität zurück. Neben Bildern von ihm mit einer jungen Frau - beide mit geöffneter Hose - brachten ihn zudem Berichte über eine Affäre seiner Ehefrau in Bedrängnis, bei der Falwell teilweise beim Sex zugeschaut haben soll.

Falwell habe seinem sofortigen Rücktritt zugestimmt, erklärte die Universität. Später bestätigte der 58-Jährige diesen Schritt im Fernsehen.

Falwell war bereits Anfang August auf unbestimmte Zeit von der streng konservativen Liberty University im US-Bundesstaat Virginia beurlaubt worden, die einst von seinem Vater gegründet wurde. Die Hochschule gab nun bekannt, dass seit Falwells Beurlaubung "zusätzliche Angelegenheiten ans Licht kamen, die deutlich machten, dass es nicht im besten Interesse der Universität wäre, wenn er aus dem Urlaub zurückkehren und als Präsident dienen würde".

Der erzkonservative Falwell soll die siebenjährige Beziehung seiner Frau zu einem wesentlich jüngeren Mann geduldet haben. Wie der Mann gegenüber Medien berichtete, habe Falwell seiner Frau und ihm unter anderem beim Sex zugeschaut - direkt oder per Videokamera. Falwell streitet die Vorwürfe ab. Er gab an, von dem jungen Mann wegen der Affäre seiner Frau erpresst worden zu sein.

Falwell war einer der ersten Evangelikalen, der Donald Trump unterstützte. Der US-Präsident besuchte den Campus der Liberty University vor seiner Wahl 2016 sogar zweimal. Falwells Frau war zudem Mitglied des Beirats von "Women for Trump".

(AFP)