Trump-Schwiegersohn: Mexikaner empört über Staatsorden für Jared Kushner

Auszeichnung für Trumps Schwiegersohn : Mexikaner empört über Staatsorden für Jared Kushner

Die mexikanische Regierung will Jared Kushner, Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, die höchste an Ausländer vergebene Auszeichnung verleihen. Die Bevölkerung reagiert mit einer Welle der Empörung.

Kushner habe den Orden vom Aztekischen Adler „für seine wichtigen Beiträge“ zur Einigung auf das neue Freihandelsabkommen zwischen Mexiko, den USA und Kanada verdient, hieß es in einer Begründung des Außenministeriums vom Dienstag. Trump hatte auf Neuverhandlungen des als Nafta-Abkommen bekannten Pakts gepocht, da er sein Land im Handel übervorteilt sah. Nach zähem Ringen schloss sich Kanada im Oktober dem überarbeiteten Abkommen an, das künftig den Namen USMCA tragen soll.

Die geplante Vergabe des hohen Verdienstordens an Kushner sorgte in Mexiko indes für Kritik, zumal dessen Schwiegervater wegen seiner umstrittenen Äußerungen über mexikanische Einwanderer und seinen Forderungen nach einer Grenzmauer extrem unbeliebt ist. Dass nun ausgerechnet Kushner den Orden vom Aztekischen Adler erhalte, sei ein Akt „höchster Erniedrigung und Feigheit“, schrieb der prominente mexikanische Intellektuelle Enrique Krauze auf Twitter. „Kushner ist der Schwiegersohn jenes Mannes, der Mexikaner als "Killer und Vergewaltiger" bezeichnete.“

Der mexikanische Verdienstorden wurde in der Vergangenheit an ausländische Staatenlenker, Würdenträger, Kulturgrößen und Wohltäter wie Walt Disney und Bill Gates verliehen.

(mro/dpa)